"Was man noch sagen darf": Darum setzt sich Thomas Hermanns für die Freiheit der Comedy ein

Berlin - Ohne Thomas Hermanns (56) wäre Deutschland um etliche Komiker ärmer: Für den Gründer des Quatsch Comedy Clubs spiegelt Humor die Gesellschaft wieder.

Thomas Hermanns hat seinen ersten Stand-up-Comedy-Club 1992 in Hamburg eröffnet.
Thomas Hermanns hat seinen ersten Stand-up-Comedy-Club 1992 in Hamburg eröffnet.

"Die Gesellschaft tendiert dazu, einzelne Gags aus dem Kontext zu ziehen, um Aufruhr zu erzielen" sagte der TV-Moderator der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Diese Aufregungskultur werde im Moment von verschiedenen Interessengruppen, sowohl links als auch rechts, vereinnahmt, findet Hermanns.

"Ich habe das Gefühl, dass einige die Comedy-Szene benutzen wollen, um Aufruhr darüber zu erzeugen, was man noch sagen darf und was nicht", erklärte Hermanns, der als Entdecker von Kult-Comedians wie Michael Mittermeier (52)und Cindy aus Marzahn (47) gilt.

Und weiter findet der 56-Jährige: "Ich sage, man darf über alles reden, was real und erfahrbar ist. Aber diese Bastion wird gerade angeschossen. Ich kämpfe weiter für die Freiheit der Comedy, denn Humor ist die Spiegelung der Gesellschaft und im Moment quasi ein Labor der Liberalität."

Zuletzt sagte der Entertainer enttäuschend über YouTube-Humor gegenüber der Deutsche Presse-Agentur: "Als der Comedy-Trend auf YouTube losging, dachten wir, wir entdecken dort ganz viele neue Leute. Dann haben wir einige auf die Bühne gestellt und schnell gemerkt, dass das bei den meisten nicht klappt."

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