Vierbeiner wurden in Hundesalon vertauscht: Warum bemerkten die Besitzer zwei Jahre nichts?

Melbourne (Australien) - Es klingt völlig absurd: Ein Labradoodle und ein Cockapoo wurden im australischen Melbourne in einem Hundesalon vertauscht - die Besitzer wollen zwei Jahre lang nichts bemerkt haben. Jetzt flog der Irrtum endlich auf, berichtet "A Current Affair".

Die Hunde sahen sich nicht wirklich ähnlich.
Die Hunde sahen sich nicht wirklich ähnlich.  © Twitter/Screenshot/@ACurrentAffair9

Den beiden Hunden Rollo und Coco wurde das Fell im Salon geschert. Dadurch sahen die Tiere natürlich etwas anders aus, als zuvor. Die Besitzerin von Coco, die nur Maria genannt werden möchte, sowie die Familie Maclean bekamen den jeweils falschen Hund zurück und bemerkten erstmal nichts.

Doch bereits als die Vierbeiner in den falschen Wohnungen eintrafen, fiel sowohl Maria, als auch der Famile Maclean auf, dass sich "ihr" Hund anders verhielt als gewöhnlich.

Zumindest die Macleans riefen daraufhin im Hundesalon an und fragten noch einmal nach, ob sie wirklich ihren Hund Rollo zurückbekommen hätten. Auf der anderen Leitung versicherte man der Familie, dass ein Irrtum ausgeschlossen sei.

Die Macleans fügten sich ihrem Schicksal, bemerkten jedoch schnell, dass Rollo, der in Wirklichkeit Coco war, krank zu sein schien. Es kam wenig später heraus, dass der Vierbeiner unter einem Hirntumor litt. Die Familie ließ das Tier daraufhin einschläfern.

Die Macleans bekamen ihren Rollo zurück

Maria gab Rollo, der für sie zwei Jahre Coco war, schweren Herzens zurück.
Maria gab Rollo, der für sie zwei Jahre Coco war, schweren Herzens zurück.  © Twitter/Screenshot/@ACurrentAffair9

Erst nach zwei Jahren kehrte der echte Rollo jetzt zu seiner Familie zurück. Das Silvesterfeuerwerk hatte den Rüden vergangene Woche aufgeschreckt und er war davongelaufen. Als er gefunden wurde, prüfte ein Tierarzt den Chip des Hundes und die Wahrheit kam ans Licht.

Gegenüber "A Current Affair" äußerte sich Maria, die Rollo zwei Jahre lang für ihren Coco gehalten hatte und ihn bis heute so nennt, zu dem Fall: "Die andere Familie bot mir an, 'Coco' mit mir zu teilen, aber das wollte ich nicht. Ich fand es nicht fair, also gab ich 'Coco' auf. Ich wollte einfach nicht mehr, dass er leidet und er hat sie [seine alte Familie - Anmerkung der Redaktion] erkannt. Ich bin einfach glücklich, dass er in seinem ersten Zuhause ist."

Die Geschichte hat für die Besitzer der Tiere jedoch noch ein Nachspiel. Beide Parteien wollen wissen, wie alles soweit kommen konnte und warum die Hunde überhaupt vertauscht wurden.

Im Hundesalon werden sie allerdings kaum Antworten finden. Der Laden ist mittlerweile dauerhaft geschlossen, berichtet die "Daily Mail".

Titelfoto: Twitter/Screenshot/@ACurrentAffair9

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