Bis zu fünf Thüringer überlebten den Todeskampf nicht

Auch wenn die Krankheit und ihr Erreger immer besser zu behandeln sind: Einmal ausgebrochen, ist Aids dennoch tödlich. (Symbolbild)
Auch wenn die Krankheit und ihr Erreger immer besser zu behandeln sind: Einmal ausgebrochen, ist Aids dennoch tödlich. (Symbolbild)  © DPA/Symbolbild

Erfurt - Laut einer aktuellen Studie des Robert-Koch-Instituts leben aktuell etwa 700 Menschen mit HIV in Thüringen. Häufigste Ursache für Neuerkrankungen bleibt ungeschützter Sex.

In Freistaat lebten demnach Ende 2016 ca. 700 Menschen mit einer HIV-Diagnose. Die Zahl der Neuinfektionen werde zwischen 40 und 65 geschätzt. Der Männeranteil betrage dabei bis zu 50 Personen.

Häufigste Ursachen einer Ansteckung seien weiterhin Sex mit Männern, gefolgt von Sex zwischen Heterosexuellen und Drogengebrauch durch Spritzen.

Die Zahl der im vergangenen Jahr an Aids gestorbenen Thüringer beziffert das Institut auf bis zu 5. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik liegen die genauen Zahlen noch nicht vor. Insgesamt seien in Thüringen in der Vergangenheit zwischen 65 und 85 Personen an der Krankheit gestorben.

Dank wirksamer Medikamente können heute in Deutschland Menschen mit HIV oder Aids relativ normal leben. Dafür würden Ausgrenzung, Zurückweisung und Angst die Betroffenen schwer belasten.

Am 1. Dezember wird traditionell durch den Welt-Aids-Tag an die Immunkrankheit gedacht.

Titelfoto: DPA/Symbolbild


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