Nach dem "Mahnmal der Schande": Künstlerkollektiv droht nun saftige Klage

Für Jenni Moli und Morius Enden vom Künstlerkollektiv Zentrum für Politische Schönheit könnte das "Denkmal der Schande" jetzt juristische Konsequenzen haben.
Für Jenni Moli und Morius Enden vom Künstlerkollektiv Zentrum für Politische Schönheit könnte das "Denkmal der Schande" jetzt juristische Konsequenzen haben.  © dpa/Swen Pförtner

Bornhagen - Nach der Mahnmal-Aktion gegen den AfD-Politiker Björn Höcke in dessen Wohnort (TAG24 berichtete) ermittelt die Staatsanwaltschaft Mühlhausen jetzt gegen das Künstlerkollektiv "Zentrum für politische Schönheit" (ZPS).

Laut Behördensprecher Dirk Germerodt bestehe der Anfangsverdacht der versuchten Nötigung. Es gehe um die ZPS-Aufforderung an den Politiker, vor dem Holocaust-Denkmal in Berlin oder vor dem Nachbau auf einem Nachbargrundstück Höckes auf Knien um Vergebung für die deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs zu bitten.

Tue er dies nicht, würden in der Vergangenheit über Höcke gesammelte Informationen veröffentlicht.

Der Staatsanwaltschaft liegt nach eigenen Angaben eine Strafanzeige gegen die Aktivisten vor, welche allerdings nicht von dem Politiker erstattet wurde.

Die Aktivisten sind mittlerweile von ihrer Forderung nach einem Kniefall Höckes zurückgetreten.

Update 11.00 Uhr: Der Nachbau des Holocaust-Mahnmals in Bornhagen wird ab Dienstagmittag wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Das teilte ein Sprecher der Berliner Künstlergruppe dem MDR mit.

Eine genaue Uhrzeit nannte der Sprecher nicht. Wegen Sicherheitsbedenken war es seit dem Wochenende zeitweilig wieder geschlossen worden.

Titelfoto: dpa/Swen Pförtner


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