Thüringen drohen Engpässe ab 2021: zu wenig junge Blutspender

Eine Blutspende geht in der Regel schnell und ist völlig unbedenklich. Dennoch spenden zu wenig Menschen, was zu Engpässen führt.
Eine Blutspende geht in der Regel schnell und ist völlig unbedenklich. Dennoch spenden zu wenig Menschen, was zu Engpässen führt.  © dpa/Archivbild

Erfurt - Laut Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben im Freistaat 2017 in etwa 52.000 Menschen Blut gespendet. Das entspricht ungefähr dem Ergebnis des Vorjahres.

Die Zahl beruhe auf vorläufigen Schätzungen der Hilfsorganisation. Durchschnittlich würden pro DRK-Termin im Freistaat ca. 45 Menschen ihr Blut spenden.

Der für Thüringen zuständige Regionalleiter Nico Feldmann bestätigte, dass dies dem ungefähren Wert des Vorjahres entspreche.

Aufgrund der Altersentwicklung der Bevölkerung würden im Freistaat besonders jüngere Spender fehlen. "Gerade einmal 27 Prozent aller Thüringer DRK-Blutspender sind zwischen 18 und 40 Jahren alt", so Feldmann. Vor fünf Jahren seien es noch 32 Prozent gewesen. Spätestens ab 2021 könnte dieser Trend zu ernsthaften Versorgungsproblemen führen.

Problematisch sei außerdem, dass gerade einmal knapp 4 Prozent der spendefähigen Bevölkerung überhaupt ihr Blut zur Verfügung stelle.

Statistisch gesehen sind etwa 80 Prozent aller Deutschen im Laufe ihres Lebens auf Blutprodukte angewiesen.

Titelfoto: dpa/Archivbild


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