Gottesanbeterin fühlt sich in Thüringen wohl

Erfurt/Dornburg-Camburg - Sie profitieren vom Klimawandel und der trockene heiße Sommer hat ihnen nun wohl auch den Weg nach Thüringen geebnet.

Bekanntester Fakt: Die Weibchen fressen die Männchen nach dem Sex. (Symbolbild)
Bekanntester Fakt: Die Weibchen fressen die Männchen nach dem Sex. (Symbolbild)  © 123RF

Erstmals sind im Freistaat nach Angaben des Erfurter Naturkundemuseums Gottesanbeterinnen entdeckt worden. Ein in Dornburg-Camburg gefundenes lebendes Exemplar ist zurzeit in einem Terrarium im Naturkundemuseum zu sehen, wie Direktor Matthias Hartmann sagte.

Zwar gebe es Populationen der ursprünglich aus Afrika stammenden "Mantis religiosa" bereits in anderen Bundesländern (Baden-Württemberg), aber auch in Sachsen, erklärte Hartmann.

Nach Thüringen hatte es die Gottesanbeterin bislang noch nicht geschafft. "Jetzt dürfte ihr der heiße, lange und vor allem trockene Sommer geholfen haben." Einzelne Tiere könnten aber auch mit dem verstärkten Transportverkehr innerhalb Europas neue Heimaten finden.

Einzeltiere könnten sich paaren. Im nächsten Jahr könnten aus den frostfesten Kokons dann Thüringer Nachkommen schlüpfen, sagte Hartmann.

Von einer Bedrohung für das heimische Ökosystem sei aber noch nicht auszugehen.

Titelfoto: 123RF


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