Moschee stellt keine Gefahr für Feldhamster dar

In Erfurt stößt die geplante Moschee nicht nur auf Gegenliebe.
In Erfurt stößt die geplante Moschee nicht nur auf Gegenliebe.  © DPA

Erfurt - Gegner des Moschee-Neubaus in Erfurt-Marbach haben einen Naturschutzverein gegründet, um das muslimische Gotteshaus zu verhindern. Naturfreunde sehen darin eine Instrumentalisierung der Umwelt.

Der Umweltverband BUND sieht den Bau der ersten Moschee in Thüringen nicht durch Vorkommen des bedrohten Feldhamsters gefährdet. Der für das muslimische Gotteshaus vorgesehene Standort sei schon als Bauland vorgesehen gewesen, bevor das umstrittene Projekt zur Diskussion gestanden habe, sagte BUND- Landesgeschäftsführer Burkhard Vogel der Deutschen Presse-Agentur.

Deswegen seien bereits Umwelt- und Naturschutzbelange durch die Behörden geprüft worden. "Gegen dieses Verfahren und dessen Ergebnis ist nichts einzuwenden", sagte Vogel. «Wir haben keine Hinweise, dass dieses Verfahren nicht ordnungsgemäß umgesetzt wurde.»

Gegner des Moscheebaus argumentieren dagegen, in Marbach gebe es ein bundesweit bedeutendes Feldhamster-Vorkommen. Durch die Errichtung der Moschee würden diese Tiere weiter gefährdet. Vogel dagegen erklärte, es sei zwar richtig, dass der Feldhamster vom Aussterben bedroht und deshalb streng geschützt sei. Doch sei anzunehmen, dass der Einfluss des Moscheebaus auf die Hamsterpopulation in dem Gebiet "vergleichsweise gering", wenn überhaupt vorhanden sei, sagte Vogel.

Somit sollte dem Bau der Moschee in der thüringischen Landeshauptstadt nichts mehr im Wege stehen.

Titelfoto: DPA


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