So sollen Hinterbliebene der NSU-Opfer entschädigt werden

Aktuell ist Beate Zschäpe (2.v.r.) Hauptangeklagte im Münchener NSU-Prozess.
Aktuell ist Beate Zschäpe (2.v.r.) Hauptangeklagte im Münchener NSU-Prozess.  © dpa/Tobias Hase

Erfurt – Hinterbliebene von Opfern des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) sollen mit insgesamt 1,5 Millionen Euro entschädigt werden.

Die Thüringer Regierungsfraktionen von Linke, SPD und Grünen verständigten sich am Mittwoch auf einen Entschädigungsfond für NSU-Hinterbliebene in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

"Diese finanzielle Entschädigung kann keine Wiedergutmachung sein", so Katharina König-Preuss als Obfrau im NSU-Untersuchungsausschuss. "Wir wollen damit aber ein Zeichen setzen, dass wir uns der Verantwortung bewusst sind."

Zu den Verbrechen des Terror-Trios NSU zählen u.a. zehn Morde in den Jahren 2000 bis 2007. Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Bönhardt wuchsen in Thüringen auf und tauchten dort unter.

Aktuell steht Zschäpe als Hauptangeklagte in München im NSU-Prozess vor Gericht.

Titelfoto: dpa/Tobias Hase


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