Test geht weiter: Bodycam-Projekt bei Polizei wird fortgesetzt

Erfurt - Das Thüringer Innenministerium will den Einsatz von Bodycams bei Polizisten in drei weiteren Dienststellen testen.

Im vergangenen Jahr wurden die Bodycams in Sonneberg, Gotha und Erfurt getestet. Nun sollen weitere Tests folgen.
Im vergangenen Jahr wurden die Bodycams in Sonneberg, Gotha und Erfurt getestet. Nun sollen weitere Tests folgen.  © DPA

Die Ergebnisse der bisherigen Testphase rechtfertigten eine schrittweise Ausweitung, erklärte Minister Georg Meier (SPD) nach der Kabinettssitzung am Dienstag. Das sei dann eine solide Grundlage für die abschließende Bewertung des Kameraeinsatzes.

Welche drei Dienststellen in den nächsten beiden Jahren die Bodycams testen sollen, ist laut einem Ministeriumssprecher noch nicht bekannt. Vom März bis September 2017 hatten Beamte in Sonneberg, Gotha und Erfurt bei Einsätzen Kameras getragen.

Die bisher gewonnenen Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass die Kameras helfen, Konflikte zu vermeiden, zu deeskalieren oder zu minimieren. Auch trügen sie dazu bei, Polizisten vor Übergriffen zu schützen.

Ergänzend zu dem Pilotprojekt wurde auf Bitten des Landtags eine Arbeitsgruppe bei der Landespolizeidirektion eingesetzt: Sie sammele und werte internationale und nationale Erfahrungen mit dem Einsatz von Bodycams aus, hieß es. Darunter seien auch kritische Bewertungen.

Beide Berichte sollen dem Landtag zur Verfügung gestellt werden. Sie könnten gegebenenfalls in der kommenden Woche im Ausschuss für Inneres und Kommunales erstmals behandelt werden.

Die bisherigen Testergebnisse sollten nun zu einer flächendeckende Einführung der Kameras statt einer neuen Testphase führen, kritisierte der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Wolfgang Fiedler. "Die neuerliche Erprobung ist einzig und allein dem abgrundtiefen Misstrauen der Linken gegenüber unseren Polizistinnen und Polizisten geschuldet", sagte der Oppositionspolitiker.


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