Siemens-Mitarbeiter verzweifelt: "Hinter jedem Menschen eine Familie"

Am Mittwoch kamen erneut mehrere hundert Mitarbeiter für einen Protest zusammen.
Am Mittwoch kamen erneut mehrere hundert Mitarbeiter für einen Protest zusammen.  © dpa/Martin Schutt

Erfurt - Erneut versammelten sich Mitarbeiter, Angehörige und Sympathisanten vor dem Siemens-Generatorenwerk, um gegen eine mögliche Schließung zu protestieren.

Mit Fotos ihrer Familien und Transparenten haben hunderte Siemens-Mitarbeiter am Mittwoch ihrem Ärger gegen die geplanten Einschnitte der Konzernführung Luft gemacht.

Ihr Slogan "Hinter jedem Menschen steht eine Familie" stehe für die Zukunft des Generatorenwerks mit seinen rund 700 Beschäftigten.

Weiterhin stünden die Optionen eines Verkaufes oder der Restrukturierung des Erfurter Werks zur Debatte. Dies bestätigte auch der Chef der Kraftwerkssparte, Willi Meixner.

Die Arbeitnehmervertreter wollten sich erst dann mit der Konzernführung an einen Tisch setzen, wenn diese zu ergebnisoffenen Gesprächen bereit sei.

Aufgrund von sinkenden Umsatzzahlen bedingt durch schlechte Geschäfte in der Kraftwerks- und Antriebstechnik will Siemens weltweit rund 6.900 Stellen streichen, davon die Hälfte in Deutschland.

"Hinter jedem Menschen eine Familie" - so die Ansage der Siemens-Mitarbeitern in Richtung Konzernspitze.
"Hinter jedem Menschen eine Familie" - so die Ansage der Siemens-Mitarbeitern in Richtung Konzernspitze.  © dpa/Martin Schutt

Titelfoto: dpa/Martin Schutt


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