Minister fordert: "Frau Merkel, kümmern Sie sich um die Siemens-Belegschaft"

Mehr Verantwortung für das Siemens-Werk und seine Belegschaft fordert Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee von der Bundeskanzlerin. (Symbolbild)
Mehr Verantwortung für das Siemens-Werk und seine Belegschaft fordert Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee von der Bundeskanzlerin. (Symbolbild)  © DPA/Symbolbild

Erfurt - Insgesamt 700 Jobs stehen beim Erfurter Siemens-Generatorenwerk auf dem Spiel. Minister Wolfgang Tiefensee (SPD) fordert jetzt auch die Bundeskanzlerin zum Handeln auf.

Im Kampf um den Thüringer Standort in Erfurt hat Thüringens Wirtschaftsminister mehr Unterstützung durch Angela Merkel (CDU) gefordert.

"Die Kanzlerin muss endlich eine aktive Rolle übernehmen und die Standortländer in ihrem Kampf gegen Werksschließungen und Stellenabbau unterstützen", so Tiefensee am Montag. Er erwarte, dass sich Frau Merkel um die Belange der Beschäftigten in Deutschland kümmere. In Erfurt trat erstmals eine "Task Force Siemens" zusammen, die sich für den Erhalt des Erfurter Generatorenwerks einsetzt.

Der Siemens-Konzern will mit Verweis auf schlechte Geschäfte weltweit rund 6900 Jobs streichen, etwa die Hälfte davon in Deutschland. Für das Erfurter Werk mit rund 700 Beschäftigten stehen zwei Möglichkeiten im Raum: ein Verkauf oder eine Restrukturierung (TAG24 berichtete)

Die neu ins Leben gerufene Arbeitsgruppe, bei welcher Tiefensee ebenfalls involviert ist, betonte, dass das Erfurter Werk wirtschaftlich arbeite und gut ausgelastet sei.

Titelfoto: DPA/Symbolbild


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