Hier bekommen Blutsauger einen ganz besonderen Schlafplatz

Auch die sogenannte Mopsfledermaus darf sich über zusätzliche Schlafplätze freuen.
Auch die sogenannte Mopsfledermaus darf sich über zusätzliche Schlafplätze freuen.  © dpa/Archivbild

Erfurt - Fledermäuse in der Landeshauptstadt dürfen es sich im Dachstuhl des Thüringer Umweltministeriums bequem machen. Dafür erhielt die Behörde nun eine Auszeichnung.

Somit ist die Behörde seit Dienstag auch offiziell "fledermausfreundlich". Mit einer entsprechenden Plakette wurde der Dachumbau des Hauses ausgezeichnet, der auf die Bedürfnisse der Tiere zugeschnitten ist.

Mittlerweile gibt es rund 1300 Träger, die für Fledermäuse Schlafplätze schaffen oder sich für den Erhalt von bekannten Fledermaus-Quartieren einsetzen.

Das Umweltministerium hatte bei der Sanierung u. a. Dachsparren mit unbehandeltem Holz verkleiden lassen, so dass hinter der Verkleidung Hangplätze für die Fledertiere geschaffen wurden. Auch an passend große Einfluglöcher wurde gedacht.

Bisher seien allerdings noch keine Fledermäuse eingezogen, wie der Geschäftsführer der Stiftung Fledermaus, Markus Melber, bestätigte.

Im Freistaat leben 20 der 26 in Deutschland verbreiteten Fledermausarten. Besonders bekannt ist die Kleine Hufeisennase. Insgesamt gehe es den Fledermäusen zwar besser als noch vor 20 Jahren. Aber sie stehen noch auf der Roten Liste, betont Melber.

Durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Insektiziden gehe auch für die Fledermäuse eine wichtige Nahrungsgrundlage verloren.

Olaf Möller, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, schraubt die Auszeichnungs-Plakette an eine Mauer des Umweltministeriums.
Olaf Möller, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, schraubt die Auszeichnungs-Plakette an eine Mauer des Umweltministeriums.  © dpa/Martin Schutt

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