Als der Künstler merkte, wer sein Atelier verwüstete, staunte er Bauklötze

Waschbären suchen nicht selten warmen Unterschlupf in Zwischendecken und Dachböden von alten Gebäuden.
Waschbären suchen nicht selten warmen Unterschlupf in Zwischendecken und Dachböden von alten Gebäuden.  © DPA/Symbolbild

Oßmannstedt - Bereits am Freitag verwüstete ein "Einbrecher" das Atelier eines Künstlers im Weimaer Land. Doch als der Mann dem Eindringling auf die Schliche kam, staunte er nicht schlecht.

Der Künstler Dieter M. Weidenbach fand am Freitagmorgen pures Chaos vor, als er die Türen seines Ateliers öffnete. Laut TLZ waren Bilder umgeworfen, Leinwände zerkratzt und der ganze Boden mit Farbe bekleckert.

Doch Einbruchsspuren an Türen oder Fenstern fand Weidenbach keine - dafür jedoch ein paar Fußabdrücke, welche schließlich den Täter enttarnten. Es handelte sich um einen Waschbären.

Laut dem Künstler habe der kleine Vierbeiner alles in Beschlag genommen, was nicht nagelfest angebracht war. Wahrscheinlich kam das Tier über die Zwischendecke des zweigeschossigen Ateliers in den Kunsträume.

Beim Öffnen der Eingangstür fand der Künstler pures Chaos vor. Viele seiner Arbeitswerkzeuge lagen verwüstet auf dem Boden. (Symbolbild)
Beim Öffnen der Eingangstür fand der Künstler pures Chaos vor. Viele seiner Arbeitswerkzeuge lagen verwüstet auf dem Boden. (Symbolbild)  © 123RF/Symbolbild

Während des ersten Aufräumens sahen sich Täter und Opfer schließlich Auge zu Auge. Mit einer Holzlatte wollte der Maler das Tier vertreiben, doch selbst nach mehreren Stunden intensiver Jagd konnte er den Waschbären nicht loswerden.

Nachdem sich am nächsten Morgen beim Betreten der Kunstsammlung ein ähnliches Bild ergab, verständigte Dieter M. Weidenbach einen ortsansässigen Jäger. Als dieser eintraf, wurde es dem pelzigen Untermieter wohl doch etwas zu gefährlich und er verschwand.

Seit dem wurde das Tier zumindest im Bereich des Ateliers nicht mehr gesehen. "Ich habe daran gedacht, ihn zu töten, aber das habe ich nicht fertig gebracht", zeigte sich der Besitzer am Ende dennoch tierfreundlich.

Titelfoto: 123RF/Symbolbild


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