Neue Umfrage: Rot-Rot-Grün ohne Mehrheit in Thüringen

Erfurt - Trotz guter Werte für Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat Rot-Rot-Grün derzeit nach einer Umfrage keine Mehrheit in Thüringen.

Einige Thüringer können sich sogar vorstellen, Björn Höcke (46) zum Ministerpräsidenten zu wählen.
Einige Thüringer können sich sogar vorstellen, Björn Höcke (46) zum Ministerpräsidenten zu wählen.  © DPA

Sieben Monate vor der Landtagswahl kommt die Linke nach einer repräsentativen Befragung durch Infratest dimap für MDR Thüringen bei der Sonntagsfrage auf 24 Prozent der Stimmen.

Das seien zwei Prozentpunkte mehr als bei einer Umfrage für den MDR vor einem halben Jahr, teilte der Sender am Dienstagabend mit. Bei der Landtagswahl 2014 kam die Linke auf 28,2 Prozent.

Die SPD gewann bei der Umfrage einen Prozentpunkt und kommt nun auf 11 Prozent. Die Grünen verbesserten sich um zwei Punkte auf 8 Prozent.

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren lag die SPD bei 12,4 Prozent, die Grünen kamen auf 5,7 Prozent. Befragt worden seien von Infratest dimap 1005 Thüringer im Zeitraum vom 19. bis 23. März.

Stärkste Partei bleibt die CDU. Sie verlor im Vergleich zur Umfrage vor einem halben Jahr zwei Prozentpunkte und landet bei 28 Prozent.

2014 betrug ihr Stimmenanteil 33,5 Prozent. Die AfD verbuchte laut MDR ein Minus von drei Punkten und erzielt nun 20 Prozent. Vor fünf Jahren betrug ihr Wahlergebnis 10,6 Prozent. Die FDP, die derzeit nicht im Landtag vertreten ist, kommt in der Umfrage wie schon vor einem halben Jahr auf 5 Prozent.

Auf die Frage, wen sie bei einer Direktwahl als Ministerpräsidenten haben möchten, votierten 52 Prozent der Befragten für Ramelow, 20 Prozent für CDU-Chef Mike Mohring und 9 Prozent für den AfD-Vorsitzenden Björn Höcke.

Die Vorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, erklärte, im Oktober ständen zwei gesellschaftliche Alternativen zur Wahl: eine Neuauflage von Rot-Rot-Grün oder eine Koalition von CDU und AfD.

Bodo Ramelow (63) will Ministerpräsident bleiben.
Bodo Ramelow (63) will Ministerpräsident bleiben.  © DPA

Titelfoto: DPA

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