Amtliche Warnung vor falschen Polizisten! Schon 50 Fälle per Telefon

Erfurt - In Thüringen sind aktuell massiv "Falsche Polizisten" unterwegs. Von zwei Rentnern in Erfurt haben sie bereits 50.000 Euro erbeutet. Nun gibt das Innenministerium sogar eine Amtliche Gefahrenmeldung heraus.

Das Thüringer Innenministerium warnt dringend vor Betrügern im Raum Erfurt, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgeben.
Das Thüringer Innenministerium warnt dringend vor Betrügern im Raum Erfurt, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgeben.  © DPA

Wie die Landespolizeiinspektion Erfurt am Montag mitteilte, sind eine 81-jährige Frau und ein 80-jähriger Mann aus dem Süden der Stadt am späten Sonntagabend den Betrügern zum Opfer gefallen.

Die mutmaßlichen Täter versuchen seit dem Wochenende vermehrt im Raum Erfurt, an das Geld älterer Menschen zu gelangen.

Die Rentner erhielten von den falschen Polizisten Anrufe und würden unter anderem zu ihren Vermögenswerten ausgefragt, verbunden mit dem Angebot, diese Werte sofort abzuholen und sicher aufzubewahren.

Die Betrüger fahren dann zu den Menschen, holen das Geld oder die Wertgegenstände ab und verschwinden damit.

Da allein am Montag, 28.1. rund 50 solcher Betrugsversuche per Telefon bei der Thüringer Polizei gemeldet wurden, gab das Innenministerium des Freistaates eine Amtliche Gefahrenmeldung heraus:

Amtliche Gefahrenmitteilung

Das Thüringer Innenministerium bittet alle Bürger, nachfolgende Hinweise und Verhaltensweisen zu beachten:

Die Polizei verwahrt grundsätzlich nicht Ihr Bargeld, um sie vor Betrügern zu schützen.

Die Polizei fragt telefonisch nicht nach Ihren vorhandenen Barmitteln, Wertgegenständen und Sicherungsmodalitäten sowie Kontodaten. Sollten Sie den Verdacht haben, dass es sich um einen falschen Polizeibeamten handelt:

  • Notieren Sie sich die angezeigte Telefonnummer und legen Sie danach sofort auf
  • Verständigen Sie die Polizei (unter der 110)
  • Lassen Sie nur uniformierte Polizeibeamte in die Wohnung
  • Haben Sie immer noch Zweifel - lassen Sie sich den Ausweis der Beamten zeigen

Titelfoto: DPA

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