Das neue Jahr beginnt: Was ändert sich für die Verbraucher in 2018?

Die Verbraucherzentrale ist in jedem Bundesland vertreten und Anlaufstelle für Fragen jeglicher Art. (Symbolbild)
Die Verbraucherzentrale ist in jedem Bundesland vertreten und Anlaufstelle für Fragen jeglicher Art. (Symbolbild)  © dpa/Archivbild

Deutschland - Auch 2018 bringt Veränderungen - vor allem für den Verbraucher. Ob Fernsehen, Zahlungen mit Kreditkarten oder Urlaubsreisen: Überall empfiehlt es sich, Informationen über Neuerungen einzuholen.

Streaming Dienste auf Reisen

Wie auch die Thüringer Allgemeine Zeitung mitteilte, können ab dem 20. März Streaming-Dienste wie Netflix, Sky Go oder Maxdome auch während des Urlaubs im EU-Ausland genutzt werden. Die bisherigen Ländersperren fallen weg.

Zusatzgebühren entfallen

Ab dem 13. Januar gelten neue Regelungen der EU im Zahlungsverkehr. Danach dürfen Händler keine gesonderten Gebühren mehr für gängige Kartenzahlungen, SEPA-Überweisungen und Lastschriften in Euro erheben. Dies gilt im stationären Handel, als auch im Internet.

Mehr Schutz, falls die Kreditkarte abhanden kommt

Bei einem möglichen Diebstahl der Kreditkarte sind Verbraucher ab dem 13. Januar besser geschützt. Die Haftungsgrenze sinkt von 150 auf 50 Euro - sofern keine grobe Fahrlässigkeit vorlag.

Unterstützung bei Reisemängeln erhöht

Urlauber profitieren ab 1. Juli bei Buchungen im Internet von zusätzlichem Schutz, sofern sie auf einem Buchungsportal mehrere unterschiedliche Leistungen innerhalb eines Buchungsvorgangs ausgewählt haben. Damit soll auch der Insolvenz-Schutz für geleistete Zahlungen besser werden. Die Frist, Reisemängel geltend zu machen, verlängert sich von einem Monat auf zwei Jahre.

Kostenlose Preisansage bei Handyanrufen

Betrügerische Handlungen über das Telefon häufen sich wieder. Die Bundesnetzagentur will daher die Verbraucher besser vor Telefon-Abzocke mit sogenannten Ping-Anrufen schützen. Dabei versuchen Betrüger einen Rückruf des Opfers zu provozieren, bei denen der Anrufer zahlen muss. Die Agentur hat deshalb angeordnet, dass in Mobilfunknetzen bis spätestens zum 15. Januar eine kostenlose Preisansage geschaltet werden muss.

Bye Bye 500-Euro-Schein

Weit verbreitet ist der 500-Euro-Schein sowieso nicht. Als produziertes Zahlungsmittel soll er nach Wunsch der Europäischen Zentralbank gegen Ende 2018 eingestellt werden. Die im Umlauf befindlichen Banknoten bleiben aber weiter gültig.

Wichtiger Termin für alle Autokäufer

Wer sich in diesem Jahr ein neues Auto kaufen möchte, der sollte den 1. September nicht aus den Augen verlieren. Ab diesem Datum werde bei neu zugelassenen Fahrzeugen der Schadstoffausstoß nach einem neuen Verfahren gemessen. Das könnte zu Erhöhungen bei der Kfz-Steuer führen.

Arbeitslosengeld an der Supermarkt-Kasse

Falls es einmal dringend ist, können Empfänger von Arbeitslosengeld voraussichtlich ab dem zweiten Quartal einen Vorschuss in bar an Supermarktkassen auszahlen lassen. Das Verfahren sei für Menschen, die kein eigenes Konto haben oder die im Ausnahmefall sofort eine Auszahlung bräuchten. Zu den beteiligten Supermärkten und Drogerien gehören Rewe, Penny, Real, dm und Rossmann.

Bei Nachfragen zu diesen oder weiteren Änderungen steht die Verbraucherzentrale Thüringen unter 0361555140 gern Rede und Antwort.

Titelfoto: dpa/Archivbild


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0