Zeuge nicht erschienen: Killerpärchen aus Weimar wartet weiter auf Urteil

Hicham S. soll letztlich mit einem Klappmesser das Opfer tödlich am Hals verletzt haben.
Hicham S. soll letztlich mit einem Klappmesser das Opfer tödlich am Hals verletzt haben.  © TAG24/Tom Wunderlich

Erfurt - Wegen läppischen 240 Euro Schulden musste ein Drogenkonsument in Weimar sein Leben lassen. Doch der Prozess gegen die beiden Angeklagten konnte nicht wie geplant am Montag fortgesetzt werden. Grund: Ein wichtiger Zeuge erschien nicht.

Im Prozess wegen Totschlag vor dem Landgericht erschienen die angeklagten Dealer Hicham B. und Tina S. mit ihren Verteidigern - es fehlte jedoch der anzuhörende Zeuge Kevin S. So berichtete es die Thüringer Landeszeitung am Dienstag.

Dem 24-Jährigen und der 30-Jährigen werde vorgeworfen, am 14. März dieses Jahres in Weimar das spätere Opfer Chris P. aufgesucht und wegen 240 Euro Schulden massiv bedrängt zu haben. In Folge der Auseinandersetzung verletzte Hicham B. das 18-jährige Opfer mit einem Klappmesser tödlich (TAG24 berichtete).

Der Vorsitzende Richter Markus von Hagen entschied nach kurzzeitiger Verhandlungsunterbrechung sowie der Festlegung des Schmerzensgeldes für Mutter und Vater des Opfers, dass der Prozess an diesem Tag nicht weitergehen kann.

Da der Zeuge das damalige Treffen in Weimar organisiert haben soll, ist eine Anhörung laut dem Gericht unabdingbar. Ein neuer Termin dafür soll am Donnerstag stattfinden.

Statt in dieser Woche solle der Prozess mit den Plädoyers am 3. Januar 2018 abgeschlossen werden. Das Urteil könnte demnach eine Woche später erfolgen.

Auch der Mitangeklagten Tina S. werde eine aktive Rolle bei dem Verbrechen vorgeworfen.
Auch der Mitangeklagten Tina S. werde eine aktive Rolle bei dem Verbrechen vorgeworfen.  © TAG24/Tom Wunderlich

Titelfoto: TAG24/Tom Wunderlich


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