Wissenschaft verzweifelt: Zu viele illegale "Schatzsucher" im Freistaat

Immer mehr zivile Personen gehen auf private Schatzsuche. (Symbolbild)
Immer mehr zivile Personen gehen auf private Schatzsuche. (Symbolbild)  © DPA/Symbolbild

Weimar - Raubgrabungen und Schutzsuche mit Sonden sind auch in Thüringen ein Problem. Vor allem für die Wissenschaft gehen dadurch wichtige Zeugnisse verloren.

Die Zahl der auf Internetbörsen angebotenen Funde aus Raubgrabungen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Nach Angaben des Verbandes der Landesarchäologen (VLA) haben sich derlei Angebote innerhalb weniger Jahre auf etwa 10.000 pro Jahr vervierfacht.

"Durch Raubgräberei entsteht für die Archäologie auch in Thüringen jedes Jahr ein kaum zu überschätzender Verlust", sagte die Sprecherin des Thüringer Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie, Anja Endrigkeit. Selbst später sichergestellte Gegenstände seien ohne die Kenntnis der genauen Fundzusammenhänge für die Wissenschaft weitgehend wertlos.

Speziell Sondengänger mit Metalldetektoren seien ein großes Problem. Illegale Schatzsucher hätten es vor allem auf Zeugnisse aus der Zeit um den Zweiten Weltkrieg abgesehen, berichtete Sven Ostritz, Präsident des Landesamtes für Denkmalschutz und Archäologie.

Der einzig legale Weg sei ein entsprechender Antrag bei der Denkmalschutzbehörde.


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