Neuer Ticket-Skandal: Wer Ed Sheeran sehen wollte, musste doppelt blechen

Berlin - Einmal Ed Sheeran live sehen wurde für tausende Konzertbesucher am Donnerstagabend zum Albtraum: Viele Fans sparten über Monate für die kostspieligen Tickets. Einige sind sogar aus den entlegensten Regionen Deutschlands angereist.

Viele Fans durften Ed Sheeran sogar gar nicht sehen.
Viele Fans durften Ed Sheeran sogar gar nicht sehen.  © Maurizio Gambarini/dpa

Doch statt frenetisch "Sing", "Shape of You" oder "Happier" mitzusingen, gab es am Einlass ein böses Erwachen.

Nach rbb-Informationen haben sich vor dem Konzert im Berliner Olympiastadion tausende Menschen an den sogenannten "Troublecounter" gemeldet, weil sie mit ihren erworbenen Tickets keinen Einlass bekamen.

Während der Veranstalter nur personalisierte Eintrittskarten, die übliche Praxis um Schwarzmarkthandel zu stoppen, akzeptierten, hatten sich Tausende über Drittanbieter die Tickets besorgt. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellen sollte.

"Wir haben die Karten für 500 Euro gekauft, eine bei Viagogo, eine bei Ebay. Da stehen fremde Namen drauf und die werden hier nicht umpersonalisiert. Jetzt haben wir hier für 200 Euro neue Karten gekauft", so eine Besucherin.

Ein Umtausch war nicht möglich und so mussten andere Besucher neue Tickets vor Ort kaufen.

Vor allem das Schweizer Unternehmen Viagogo fiel in den letzten Monaten verstärkt durch vergleichbare Fälle auf. Viele kauften ihre Karten auf der Plattform - teilweise mit enormen Aufschlägen. Danach folgte das gleiche Bild: kein Einlass!

Gegen Viagogo laufen bereits unzählige Klagen, auch Abmahnungen flatterten den Anbietern bereits ins Haus. Die Verbraucherzentrale warnte erst kürzlich wieder vor der Benutzung der Online-Ticketbörse. Wer also nicht doppelt zahlen will, sollte offizielle Verkaufsportale nutzen.

Titelfoto: Maurizio Gambarini/dpa


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