Eishockey-Fan wegen Ticketfälschung verurteilt

Jens S. darf nicht mehr zusehen. Er hat bei seinem Lieblingsklub jetzt Hausverbot.
Jens S. darf nicht mehr zusehen. Er hat bei seinem Lieblingsklub jetzt Hausverbot.

Zwickau - Seine Eishockey-Leidenschaft hätte Jens S. (34) fast in den Knast gebracht.

Der Zwickauer hatte eine Arbeitskarte für die Spiele der „Eispiraten Crimmitschau“ gefälscht. Mit sieben Monaten auf Bewährung schrammte er knapp am Kittchen vorbei.

Jahrelang arbeitete Jens S. als DRK-Sanitäter bei den Heimspielen der „Eispiraten“ und konnte die Spiele kostenlos verfolgen. Als er beim DRK nicht mehr benötigt wurde, musste er auch seine Arbeitskarte (Zutritt zu allen Bereichen) abgeben. Kosten für eine Dauerkarte: 290 Euro.

Der Ex-Sanitäter griff zum Kopierer - dilettantisch erstellte er sich eine selbst gebastelte Arbeitskarte. Im Januar 2015 flog er damit an den Stadion-Toren auf - Anzeige.

„Das war eine originale Arbeitskarte“, beteuerte er am Dienstag vorm Zwickauer Amtsgericht. „Die gab’s in der Geschäftsstelle auch für ehemalige Helfer.“

Dem widersprach eine Mitarbeiterin des ETC Crimmitschau. Eispiraten-Sprecher Stefan Aurich sagte zu MOPO24: „Der Mann hat inzwischen Stadionverbot bei unseren Spielen.“ Am Ende stand eine Verurteilung wegen Urkundenfälschung und Betrugs.

Jens S., der wegen ähnlicher Delikte bereits mehrfach vorbestraft ist, darf sich jetzt nichts mehr erlauben - sonst geht’s sieben Monate hinter Gitter.

Fotos: Theo Stiegler/PR


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