Schluss mit Tierquälerei: In diese 17 Staaten werden keine Tiere mehr transportiert

München - Weil Tierschutzstandards nicht sicher eingehalten werden, verbietet Bayern Transporte in 17 Staaten.

Schweine in einem Lastwagen: Lange Tiertransporte aus Bayern in Nicht-EU-Staaten werden in Zukunft verboten. (Archivbild)
Schweine in einem Lastwagen: Lange Tiertransporte aus Bayern in Nicht-EU-Staaten werden in Zukunft verboten. (Archivbild)  © DPA

Tiere sollen aus Bayern nur noch in andere Länder transportiert werden, wenn durchgehend auf der Route deutsche Tierschutzstandards eingehalten werden. Das Münchner Umweltministerium teilte mit, es habe eine Liste mit 17 Staaten außerhalb der EU erarbeitet, bei denen daran erhebliche Zweifel bestünden. Tiertransporte dorthin sind verboten.

Das sind nach Angaben des Umweltministeriums vom Mittwoch: Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Irak, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Libanon, Libyen, Marokko, Syrien, Tadschikistan, Türkei, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan.

Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hatte dazu im Februar zu einem Runden Tisch mit Vertretern unter anderem des Tierschutzes, der Amtstierärzte, des Bauernverbandes und des Viehhandels geladen.

Er sagte laut Mitteilung: "Tierschutz endet nicht an der Landesgrenze. Tiertransporte müssen tierschutzgerecht sein."

Hintergrund ist unter anderem, dass Veterinärämter in jüngster Zeit Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten mit Verweis beispielsweise auf tierquälerische Schlachtmethoden in den Zielländern sowie auf sehr lange Fahrten verboten hatten.

Auch im Bund will der Freistaat auf eine einheitliche Lösung dringen. "Zusammen mit dem Bund werden wir klären, ob in diese Drittstaaten überhaupt noch Tiertransporte stattfinden sollen", sagte der Minister. Er kündigte einen Antrag Bayerns zum Tierschutz bei Tiertransporten für die Agrarministerkonferenz im April in Landau in der Pfalz an.

Polizisten kontrollieren einen Lastwagen, der Schweine geladen hat. Seit Jahren stehen lange Transporte von landwirtschaftlichen Nutztieren im Visier der Öffentlichkeit. (Archivbild)
Polizisten kontrollieren einen Lastwagen, der Schweine geladen hat. Seit Jahren stehen lange Transporte von landwirtschaftlichen Nutztieren im Visier der Öffentlichkeit. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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