Alle Jahre wieder: Für 37 Tiere endet Weihnachten im Tierheim

Berlin - Im Berliner Tierheim fällt der Rückbblick auf die Weihnachtstage traurig aus: Zwischen dem 20. und 26. Dezember wurden 37 Tiere abgegeben.

Die Hundewelpen Anna (l) und Elsa spielen im Tierheim Berlin.
Die Hundewelpen Anna (l) und Elsa spielen im Tierheim Berlin.  © DPA

Die meisten seien vermutlich ausgesetzt worden, sagte Sprecherin Annette Rost. Unter den zwölf Katzen wurden zum Beispiel Jungtiere in einem Hinterhof und einem Park entdeckt, als sie verloren in Regen und Kälte herumirrten.

Unter dem Dutzend abgegebener Hunde sind laut Rost auch vier Welpen. "Sie sind rund drei Monate alt und wurden auf einer Straße in Spandau gefunden." Die Heim-Sprecherin vermutet, dass die Tiere aus dem illegalen Welpenhandel stammen und vor Weihnachten nicht verkauft werden konnten; alle hatten Würmer und Durchfall.

Inzwischen erholen sich die Jungen auf der Krankenstation des Tierheims. "Sie sind sehr verspielt", berichtete Rost.

Sechs der anderen Hunde seien inzwischen wieder abgeholt worden - sie waren ihren Besitzern weggelaufen.

Eine ausgesetzte Katze sucht ein neues Zuhause.
Eine ausgesetzte Katze sucht ein neues Zuhause.  © DPA

Ausgesetzt wurden auch zehn Kaninchen und zwei Meerschweinchen. Das Tierheim vermittelt kurz vor Weihnachten bewusst keine Tiere, um ein herzloses "Entsorgen" unüberlegter Tier-Geschenke während der Feiertage zu verhindern.

Im zu Ende gehenden Jahr wurden rund 3000 Bewohner aus dem Berliner Tierheim im Stadtteil Falkenberg an neue Halter vermittelt. Rund 1400 werden durchschnittlich ständig versorgt, weil immer wieder neue Tiere gefunden oder abgegeben werden - am häufigsten Katzen. "Wir sind praktisch nie leer", sagte Rost.

Zum ersten Mal habe das Land Berlin in diesem Jahr 314.000 Euro für das Tierheim gezahlt; 2019 sollen weitere 300.000 Euro folgen. Das Tierheim brauche aber insgesamt rund 8,9 Millionen Euro im Jahr. Es werde schwerer, diese Summe einzuwerben. "Der Spendenkuchen wird nicht größer. Wir kämpfen", betonte Rost.

Am Futter für Tiere werde bei knapper Kasse nicht gespart. Die 173 festangestellten Mitarbeiter bezögen jedoch keine üppigen Gehälter. "Da gehört immer noch Idealismus dazu, bei uns zu arbeiten."

Zwei Hundewelpen werden von einer Mitarbeiterin im Arm gehalten.
Zwei Hundewelpen werden von einer Mitarbeiterin im Arm gehalten.  © DPA

Mehr zum Thema Tiere:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0