Tierische Mitarbeiter bekommen ihr Gehalt in Naturalien





Das städtische Wildgehege im Albertpark ist die Heimat von zwölf Damhirschen.
Das städtische Wildgehege im Albertpark ist die Heimat von zwölf Damhirschen.  © Amac Garbe

Dresden - 7000 Mitarbeiter beschäftigt das Dresdner Rathaus. Was kaum einer weiß: Darunter sind auch einige scheue Vierbeiner: Neben Diensthunden im Ordnungsamt leistet sich das Amt für Stadtgrün eine kleine Herde Damwild und Mufflons. Die haben nur eine einzige Aufgabe …

Das Wildgehege im Albertpark am Rande der Dresdner Heide gibt es seit 1976. „Unser Anspruch: Großstadtkinder sollen Natur und Tiere kennen lernen“, sagt Förster Kai-Uwe Heinzel (51).

Regelmäßig bietet er kostenlose Führungen für Kindergartengruppen und Grundschüler an. Doch die 31 tierischen Mitarbeiter (zwölf Damhirsche und 19 Mufflons) wollen das ganze Jahr über versorgt sein.

Ihr „Gehalt“ bekommen sie in täglichen Futterrationen - unter anderem gibt’s Baumschnitt von Ahorn und Eberesche.

Die Tiere sollen Kindern helfen, einen respektvollen Umgang mit der Natur zu 
lernen
Die Tiere sollen Kindern helfen, einen respektvollen Umgang mit der Natur zu lernen  © Amac Garbe

Auch für Sicherheit ist gesorgt: Der Zaun wird täglich kontrolliert, das Wild gezählt. Eine Tränke wird übrigens nicht gebraucht: durch das Areal fließt der Eisenbornbach und versorgt die Tiere.

Seit 22 Jahren ist Michael Hupfer fast täglich bei seinen Tieren, freut sich über Nachwuchs, bangt aber auch mit den Hirschen und Schafen, wenn etwa durch einen umgestürzten Baum der Zaun beschädigt wurde.

„Es ist mein Traumberuf“, sagt der 49-Jährige.

Im Gehege befindet sich aber auch ein Hochstand - zum Beobachten, und um im Herbst Tiere zu schießen. „Eine Notwendigkeit, falls es uns nicht gelingt, sie an andere Gehege abzugeben“, so der Förster.

27 Tiere dürfen auf den drei Hektar großen Areal gehalten werden, Jungtiere zählen halb.

Die Führungen können über das Amt für Stadtgrün gebucht werden: Tel. 0351/488 7038.

Die insgesamt 31 städtischen „Mitarbeiter“ werden regelmäßig gefüttert.
Die insgesamt 31 städtischen „Mitarbeiter“ werden regelmäßig gefüttert.  © Amac Garbe




Michael Hupfer (49, l.) und Förster Kai-Uwe Heinzel (51) füttern Damwild.
Michael Hupfer (49, l.) und Förster Kai-Uwe Heinzel (51) füttern Damwild.  © Amac Garbe

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