Das sind meine Tierpark-Pläne für 2016

Na, wie wird’s denn 2016? Das Erdmännchen hält unter der Wärmelampe schon mal Ausschau.
Na, wie wird’s denn 2016? Das Erdmännchen hält unter der Wärmelampe schon mal Ausschau.

Von Ronny Licht

Chemnitz - Ähnlich gespannt, wie das Erdmännchen auf dem Foto in die Gegend schaut, wartet die Chemnitzer Tierpark-Chefin Anja Dube (46) auf die Stadtrats-Sitzung im November. Dann entscheidet sich nämlich ihr Etat für 2016. Und die fleißige Macherin an der Pelzmühle hat viel vor.

Herbst-Flanieren mit der Chefin und ihrem Chef, Bürgermeister Miko Runkel (54, parteilos). Nach dem eher durchwachsenen Jahr 2015 - bis Ende August kamen rund 100000 Besucher, 60000 weniger als vergleichsweise 2010 - soll es 2016 wieder aufwärts gehen.

Miko Runkel verrät: „Der Tierpark soll noch mehr ins Stadtbild und -marketing eingebunden werden.“ Dazu gehört auch ein komplett neuer Eingang.

Plauderei im neuen Hirsch-Gehege: Bürgermeister Miko Runkel (54, parteilos), MOPO-Redakteur Ronny Licht (38) und Tierpark-Chefin Anja Dube (46, v.l.).
Plauderei im neuen Hirsch-Gehege: Bürgermeister Miko Runkel (54, parteilos), MOPO-Redakteur Ronny Licht (38) und Tierpark-Chefin Anja Dube (46, v.l.).

Und weitere Gehege: „Das Bärenhaus soll weg, hier wollen wir ein Freigelände für Leoparden bauen.“ Biologin Dube, die bereits als Schülerin Praktikantin im zehn Hektar großen Gelände war, freut sich auf den neuen Schneeziegenbock: „Da hoffen wir nächstes Jahr auf Nachwuchs.“

Gleich um die Ecke wird das neue Damhirsch-Gelände eröffnet, der Wildkatzenring wird fertiggestellt. Die Flamingos haben schon Zuwachs bekommen - zehn neue Vögel gab’s als Geschenk vom Förderverein.

Hinter den Gittern gab’s viele „Personal-Wechsel“. So wurden ein Persischer Leopard, Schnee-Eulen, ein Faultier und ein Klammeraffe abgegeben.

Als Neuzugänge trudelten Papageien, ein Känguru und Manule ein. Teilweise mit weiten Reisen, weiß die Chefin von 31 Mitarbeitern und rund 1000 Bewohnern: „Dieses Jahr ging’s bis nach Russland und Portugal.“

Infos rund um Öffnungszeiten, Patenschaften und den Umgang mit geplanten Futterspenden finden Sie unter: www.tierpark-chemnitz.de

Zu Unrecht angemarkert

Hier wohnte früher ein Braunbär - nun soll Leoparden-Freigelände ein entstehen.
Hier wohnte früher ein Braunbär - nun soll Leoparden-Freigelände ein entstehen.

Kommentar von Ronny Licht

"Man kann im Tierpark Chemnitz vieles schlechtreden, wenn man will. Man kann aber auch konstruktiv kritisieren, ohne die schönen Seiten zu vergessen.

Wer genau hinschaut, sieht, wie sich das Areal Stück für Stück weiterentwickelt. Tierpark-Arbeit ist keine Wochen-Aufgabe - das sind Planungen und Entwicklungen über Jahre hinweg. Sicherlich gab es da auch Versäumnisse in der Vergangenheit - aber kübelweise Spott und Hohn haben die Macher schon mal gar nicht verdient.

Noch dazu, weil dort Menschen arbeiten, die wissen, wovon sie reden - im Gegensatz zu vielen Möchtegern-Experten.

Deswegen sollte auch im Haushalt für 2016 genug Geld zur Verfügung gestellt werden, um die motivierten Pläne der Tierpark-Macher zu unterstützen. Damit die Chemnitzer wieder entdecken, wie schön das Gelände an der Pelzmühle eigentlich ist.

Damit wir auch noch in den nächsten Jahren den knuffigen Erdmännchen beim Buddeln zuschauen können, während ein paar Meter weiter das imposante Seepferdchen schwimmt und nebenan die gefiederte Sonnenralle zwitschert."

Die Zebras Molli und Susi haben prominente Paten, unter anderem Bürgermeister Miko Runkel (54, parteilos).
Die Zebras Molli und Susi haben prominente Paten, unter anderem Bürgermeister Miko Runkel (54, parteilos).
Der Zuwachs bei den Flamingos soll die Fortpflanzung anregen - die Vögel mögen es gesellig.
Der Zuwachs bei den Flamingos soll die Fortpflanzung anregen - die Vögel mögen es gesellig.
Der Chemnitzer Lippenbär ist einer von noch 20 in Europa lebenden Artgenossen.
Der Chemnitzer Lippenbär ist einer von noch 20 in Europa lebenden Artgenossen.

Fotos: Uwe Meinhold


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