Tierquälerei-Skandal: Polizei durchsucht Bauernhof im Allgäu

Kempten/Bad Grönenbach – Im Allgäuer Tierquäler-Skandal hat die Polizei einen dritten Bauernhof durchsucht.

Polizeibeamte sichern Beweismittel an einem Bauernhof in Grasegg.
Polizeibeamte sichern Beweismittel an einem Bauernhof in Grasegg.  © Benjamin Liss/dpa

Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz seien am Mittwoch rund 60 Polizisten und Tierärzte vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Einsatz gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Durchsucht wurden demnach Wohnungen und Betriebsstätten im schwäbischen Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) und im benachbarten Landkreis Oberallgäu.

Die Staatsanwaltschaft hatte Anfang der Woche die Ermittlungen gegen den Betrieb aufgenommen, der nach Behördenangaben vor allem Rinder mästet (TAG24 berichtete).

Bereits vergangene Woche hatten Veterinärämter beider Landkreise zusammen mit dem LGL den Betrieb kontrolliert. Es seien Mängel festgestellt worden, die strafrechtlich relevante Konsequenzen haben könnten, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Gegen den Rinderhalter hatten anonyme Hinweise wegen mutmaßlichen Verstößen bei der Tierhaltung vorgelegen. Die Landratsämter wollten zunächst keine Angaben zum Ausmaß der Verstöße machen.

Tierquälerei-Vorwürfe beschäftigen die Behörden im Allgäu seit Wochen.

In dem Skandal laufen bereits Ermittlungen gegen zwei Großbauern aus Bad Grönenbach wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Die Polizei prüft die Vorwürfe mit einer 30-köpfigen Sonderkommission.

Im Allgäuer Tierquäler-Skandal hat die Polizei einen dritten Milchviehbetrieb durchsucht.
Im Allgäuer Tierquäler-Skandal hat die Polizei einen dritten Milchviehbetrieb durchsucht.  © Benjamin Liss/dpa
Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sind am Mittwoch rund 60 Polizisten und Tierärzte vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Einsatz.
Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sind am Mittwoch rund 60 Polizisten und Tierärzte vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Einsatz.  © Benjamin Liss/dpa

Titelfoto: Benjamin Liss/dpa


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