Tierschützer wehren sich gegen FKK-Strand: Der Grund ist kurios

Westende (Belgien) - Da FKK in Belgien immer beliebter wird, hat der belgische Verein der Freikörperkultur einen weiteren FKK-Strand beantragt. Doch Tierschützer haben ein heftiges Problem damit. Sie befürchten, dass sexuelle Begegnungen am Strand eine seltene Vogelart bedrohen könnte.

Nackt am Strand: FKK erfreut sich in Belgien großer Beliebtheit. (Symbolbild)
Nackt am Strand: FKK erfreut sich in Belgien großer Beliebtheit. (Symbolbild)  © 123RF/Symbolbild

Bei Freikörperkultur, kurz FKK, spalten sich oft die Gemüter: Die einen lieben es, ihren Körper wie Gott ihn schuf vor allen am Strand zu präsentieren. Die anderen können das so gar nicht leiden.

FKK erfreut sich in Belgien jedoch größter Beliebtheit, denn der belgische Verein der Freikörperkultur gewinnt immer mehr Mitglieder.

Da derzeit nur ein Strand für Nackedeis im belgischen Bredene existiert, hat der Verein kürzlich die Eröffnung eines weiteren FKK-Strandes in der Gemeinde Westende beantragt.

Doch die Nacktliebhaber sollten sich nicht zu früh freuen, denn möglicherweise legen Tierschützer dem Vorhaben Steine in den Weg. Diese haben nämlich ein großes Problem damit.

Weil in Westende derzeit Haubenlerchen nisten, befürchtet die Behörde für Artenvielfalt, dass die sexuellen Aktivitäten der Badegäste die seltene Vogelart dabei stören könnte, berichtet "Het Nieuwsblad".

Um den Tierschützern entgegen zu kommen, bot die FKK-Vereinigung an, einen Zaun um das Strandgelände zu bauen. Doch der Bürgermeister von Bredene, Steve Vanderberghe, zeigt sich weniger kooperativ: "Ein Stacheldrahtzaun gegen Nudisten? Als ob ein Mensch ohne Kleider nicht über einen Zaun steigen könnte."

Koen Meulemans, Vertreter des FKK-Verbandes, ist traurig über die Reaktion des Bürgermeisters. Schließlich wäre der Strand ideal für FKK, da es dort keine Häuser gibt.

Sollte es keine Lösung für den Streit um den Nackedei-Strand geben, müssten sich rund 1000 FKK-Mitglieder auf den 350 Metern Strand in Bredene quetschen.

Titelfoto: 123RF/Symbolbild


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