Keine Tiere unter dem Weihnachtsbaum! Stattdessen könnt Ihr das tun

Halle (Saale) - Wie viele andere Einrichtungen auch vermittelt der Tierschutz Halle über die Weihnachtstage keine Tiere an ihre neuen Besitzer. Wer einen starken Haustier-Wunsch hat, kann über die Adventszeit aber schon etwas anderes für seinen zukünftigen Liebling tun.

Eine Miez ist kein Geschenk! (Symbolbild)
Eine Miez ist kein Geschenk! (Symbolbild)  © Ina Fassbender/dpa

Über Facebook machte der Tierschutz Halle auf die altbekannte Problematik aufmerksam. "Weihnachten naht und auf vielen Wunschzetteln finden sich auch in diesem Jahr wieder Hunde, Katzen, Kleintiere, Vögel und sogar Reptilien. Vielleicht auch das eine oder andere Pony", schreibt die Einrichtung in einem Post.

Am Heiligabend gäbe es zwar leuchtende Augen, wenn der Welpe oder das Kätzchen unter dem Weihnachtsbaum sitzt. Meist folge aber schon im Januar das böse Erwachen.

"Die Kinder haben keine Lust bei Matsch und Kälte vor die Tür zu gehen oder das muffelnde Hundefutter in den Napf zu füllen. Überall sind Hundehaare, drei Schuhe, unzählige Zeitungen und eine Fernbedienung sind spitzen kleinen Welpenzähnen zum Opfer gefallen und die Eltern übernehmen notgedrungen widerwillig die Versorgung des Hundes", sprechen die Tierschützer in Halle aus Erfahrung.

Tierheime: Vermittlungsstopp über Weihnachten

Was zu Weihnachten Freude gemacht hat, bereite im Arbeitsalltag nur noch Frust und spätestens im Sommer dann landet das Tierkind wieder im Tierheim. Um ein solches Szenario zu vermeiden, verhängt die Einrichtung auch in diesem Jahr einen Vermittlungsstopp über die Feiertage. Vom 20. Dezember bis zum 6. Januar werden keine Tiere an neue Besitzer vermittelt.

Stattdessen regt der Tierschutz Halle an, sich über die Feiertage in Ruhe Gedanken über einen möglichen Mitbewohner mit Fell zu machen. "Nutzt die gemeinsame, besinnliche Zeit um detailliert über die Anschaffung eines Tieres nachzudenken und darüber zu sprechen", raten die Mitarbeiter. Statt dem Welpen selber könne man zu Weihnachten erstmal ein Fachbuch über Hunde schenken oder Zubehör wie Futternäpfe. Auch sei die Einrichtung zwischen den Feiertagen geöffnet, um Besuche für die Fellnasen ohne Familien zu ermöglichen.

"Bitte erklärt all das auch eurer Familie, euren Freunden und Bekannten und helft uns frustrierte Menschen und todunglückliche Tiere zu vermeiden!", fassen die Tierschützer eine Herzensangelegenheit zusammen.

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