Tierschutz-Organisation Peta greift Google an, weil die einem Toten gedenken

Australien - Der tragische Tod von "The Crocodile Hunter" Steve Irwin schockte Millionen Fans: Vor zwölf Jahren kam der beliebte TV-Star bei einem Angriff durch einen Stachelrochen ums Leben. Weil der Tierfilmer vergangenen Freitag 57 Jahre alt geworden wäre, ehrte Google ihn mit einem Doodle.

Tierfilmer und Abenteurer Steve Irwin (†44) starb bei einem Stachelrochen-Angriff.
Tierfilmer und Abenteurer Steve Irwin (†44) starb bei einem Stachelrochen-Angriff.  © AAP VERA DEVAI/AAP/dpa

Wir erinnern uns: 2006 wurde Steve Irwin von einem Stachelrochen ins Herz getroffen und starb. Für seine Filmaufnahmen riskierte der Australier oft sein Leben, indem er mit Krokodilen im Wasser schwamm oder Schlangen streichelte. Dennoch war der plötzliche Tod des Australiers für die Öffentlichkeit ein riesiger Schock.

Am Freitag hätte Steve Irwin seinen 57. Geburtstag gefeiert. Um an den tragischen Tod des risikofreudigen "Crocodile Hunter" zu erinnern, erstellte Google einen Doodle über sein Leben.

"Vielen Dank #Google für die Anerkennung meines Vaters mit einem weltweiten #GoogleDoodle. Eine perfekte Art und Weise seinen Geburtstag zu feiern und all das zu teilen, was er getan hat, um die Welt ein bisschen besser zu machen", bedankte sich Robert Irwin, der Sohn des Abenteurers, auf Twitter.

Trotzdem freuten sich nicht alle über die Anerkennung und Ehrung des Australiers. Besonders der Peta war der Google-Doodle für den verstorbenen Irwin ein Dorn im Auge. Auf Twitter machte die Tierschutzorganisation ihrem Ärger ordentlich Luft.

Die Peta ist bekannt für ihre provokanten Proteste.
Die Peta ist bekannt für ihre provokanten Proteste.  © Lauren Hurley/PA Wire/dpa

"Wir fragen uns, wer diesen gefährlichen, bedrohenden Beitrag über einen Mann, der starb, während er einen Rochen belästigte, sein Baby hin und her schaukelte, während er ein Krokodil fütterte und mit wilden Tieren rang, bewilligt hat", lautet der wütende Post.

"Wilde Tiere sollten in ihrem natürlichen Lebensraum allein gelassen werden", mahnt die Peta zum Schluss des Beitrags.

Mit dieser harschen Kritik löste die Organisation vor allem in Australien einen heftigen Shitstorm aus. Viele Nutzer fanden den Twitter-Post der Peta viel zu übertrieben.

Andere schossen scharf gegen die Tierschützer: "Im Namen ganz Australiens erkläre ich ich offiziell den Krieg gegen die Organisation Peta, weil sie den Namen einer geliebten australischen Ikone verleumdet hat", so ein User. Andere Nutzer posteten böse Bilder oder Videos, in denen sie die Peta bloßstellten.

Nachdem Irwin starb, trauerten Millionen Fans um ihn. Besonders in seiner Heimat Australien war Irwin eine Art "Ikone". Der Abenteurer hinterließ seine Ehefrau Terri sowie seine beiden Kinder Bindi Sue und Robert.


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