Das hat Tiffert in seiner Karriere noch nicht erlebt

Christian Tiffert im Duell mit Lars Bender (li.) von Fortuna Köln.
Christian Tiffert im Duell mit Lars Bender (li.) von Fortuna Köln.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Er hat viel erlebt in seiner Laufbahn. Aber auch für Christian Tiffert hält das Fußballerleben noch Premieren bereit: „Es war das erste Mal, dass ich ein Stadion mit verabschieden durfte. Es ist auch für mich das erste Mal, dass ich mit meinem Verein ab sofort auf einer Baustelle spiele.“

Das wird allerdings neu und vor allem ungewohnt sein. Schon zum Pokalspiel gegen Heidenheim wird nichts mehr so sein, wie es war.

„Ich habe schon viele Bilder von dem neuen Stadion gesehen. Das wird richtig gut werden. Nur ich werde es als aktiver Fußballer leider nicht mehr erleben, vielleicht als Zuschauer“, lacht er herzlich.

Aber warum eigentlich nicht? Es sind doch nur zwei Jahre, bis der neue Tempel eröffnet wird. „Hör‘ mal, wie soll ich das denn machen? Mal ganz ehrlich“, nimmt er sich selbst auf die Schippe.

„Aber mal gucken. Zurzeit läuft es ja ganz gut“, grinst er. Läuft alles nach Plan, ist Tiffert zur Neueröffnung 35 Jahre jung. Es gibt zahlreiche Fußballer, die in diesem Alter noch auf hohem Niveau kicken können.

Christian Tiffert im Spiel gegen Dynamo Dresden.
Christian Tiffert im Spiel gegen Dynamo Dresden.

Derzeit ist der gebürtige Hallenser aus dem Spiel der Auer überhaupt nicht wegzudenken. Da sind sich alle einig: Ihn aus der „Rente“ geholt zu haben, entpuppt sich immer mehr als Glücksfall für die „Veilchen“.

Wie er der jungen Mannschaft mit seinen Fähigkeiten Halt gibt, das ist stark.

Bezeichnend dafür ist eine Szene kurz vor dem 1:0 gegen Köln. In einer unübersichtlichen Szene am Strafraum behauptete sich Tiffert, trat auf den Ball und schaute, statt planlos zu agieren.

Er drehte sich vom Tor weg, passte zu Sebastian Hertner. Der konnte neu Flanken, den abgewehrten Ball nahm Philipp Riese auf und bereite das Tor vor.

„Es ist immer wieder überraschend für mich, wie wir schon den Mix aus Ball halten und Tempo anziehen finden. Wir hatten wahnsinnig gute Spielzüge dabei“, gibt er das Lob selbstlos an die Mannschaft weiter.

Fotos: Picture Point (2)


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