Til Schweiger hetzt gegen Tatort-Kollegen

Hamburg - Es ist kein Geheimnis, dass Til Schweiger mit seinem Tschiller-Tatort bislang eher mittelmäßig beim deutschen Fernsehpublikum ankam. Umso mehr überrascht es, dass der 55-Jährige jetzt auch noch scharfe Kritik an seinen Kollegen äußerte.

Der Schauspieler Til Schweiger steht vor einer Stellwand mit dem "Tatort"-Logo.
Der Schauspieler Til Schweiger steht vor einer Stellwand mit dem "Tatort"-Logo.  © Christian Charisius/dpa

Hintergrund ist eine Film-Rezension in der FAZ über einen Tatort mit Ulrich Tukur und dem Titel "Angriff auf Wache 08", der am Sonntag in der ARD gezeigt wurde.

In dem Beitrag wird der Film als "fulminant gespielt", sowie "dicht, spannend und stilvoll erzählt" gelobt. Til Schweiger scheint das aber komplett anders zu sehen.

Dem Autor der Rezension schrieb der Schauspieler jetzt öffentlich bei Facebook: "Lieber Oliver, was hast du genommen, bevor du diese 'Kritik' geschrieben hast?!" Und weiter: "Ich werf mich weg. Jede Folge der Augsburger Puppenkiste war glaubwürdiger, besser gespielt und vor allem spannender!"

Harte Töne für einen, der mit seinem eigenen Tatort zuletzt noch um jeden Zuschauer kämpfen musste (TAG24 berichtete).

Kein Wunder, dass Til Schweiger für seinen Kommentar nun wiederum viel Kritik einstecken muss: "Da kommt endlich mal wieder ein Tatort, der die altdeutsche Krimilethargie durchbricht und der Schweiger disst drauf los", schreibt einer. "Einfach nur herrlich unterhaltsam und erfrischend anders dieser Tatort", meint ein anderer.

Ein Follower findet aber auch versöhnliche Worte: "Ich hoffe, dass du es besser machst. Wir warten sehnsüchtig auf einen neuen Hamburger Tatort!", heißt es in dem sozialen Netzwerk.

Der Tschiller-Tatort floppte

Fahri Yardim als Yalcin Gümer (links) und Til Schweiger als Nick Tschiller (rechts) ermitteln auf Neuwerk.
Fahri Yardim als Yalcin Gümer (links) und Til Schweiger als Nick Tschiller (rechts) ermitteln auf Neuwerk.

Schaut man sich im Netz um, fallen die Meinungen zu dem ungewöhnlichen Murot-Tatort am Sonntag durchaus gemischt aus.

Alleine steht Schweiger mit seiner Kritik zwar nicht. Jedoch steckt der 55-Jährige mit seiner Mäkelei an den Kollegen vom Hessischen Rundfunk die Messlatte für den eigenen Tatort auch ganz schön hoch.

Schweigers Kino-Version von "Tschiller: Off Duty" hatte dagegen bereits mit miesen Quoten zu kämpfen.

Der Streifen wurde mitten im Sommerloch in der ARD gesendet, nur knapp 300.000 Zuschauer waren bis dato überhaupt ins Kino gegangen, um den Film auf der Leinwand zu sehen.

Das nächste Tschiller-Stück soll übrigens im kommenden Jahr im Ersten gezeigt werden. Gedreht wurde Anfang des Jahres in Hamburg (TAG24 berichtete) und auf der Insel Neuwerk vor Cuxhaven.

Das Drehbuch um die Figuren Nick Tschiller und Yalcin Gümer (Fahri Yardim) stammt aus der Feder von Eoin Moore und Anika Wangard.

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