Tillich: PEGIDA hat sich entlarvt!

Sachsens MP Stanislaw Tillich (56, CDU).
Sachsens MP Stanislaw Tillich (56, CDU).

Dresden - Am Montagabend geht die islamkritische und fremdenfeindliche Bewegung PEGIDA wieder auf die Straße. Start der Kundgebung ist um 18.30 Uhr auf dem Neumarkt, danach zieht der Marsch durch die Innenstadt (Twitter-Ticker siehe unten).

Der Gegenprotest von GEPIDA formiert sich unter dem Motto "Dresden ist gut, Mensch" ab 18 Uhr auf dem Theaterplatz. Deren Demoroute führt u.a. über Terrassenufer, Ostra-Allee und Postplatz wieder zurück vor die Semperoper.

Die City-Händler wollen an diesem Abend erstmals die Aktion "Dresden geht aus" gegen ihre allmontäglichen Umsatzeinbußen starten (MOPO24 berichtete). Daran beteiligen sich u.a. die Altmarkt-Galerie, C[&]A oder auch das Restaurant Alte Meister

Bereits am Montagmorgen hat Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (56, CDU) PEGIDA scharf kritisiert: „PEGIDA ist nicht nur ausländerfeindlich, sondern ruft jetzt auch zu Gewalt gegen andere auf. Die Bewegung, die sich öffentlich friedlich gibt, hat sich jetzt entlarvt“, sagte Tillich der „Welt“.

Die Werbung der neuen Montagsaktion "Dresden geht aus".
Die Werbung der neuen Montagsaktion "Dresden geht aus".

Er räumte mit Blick auf die PEGIDA-Demos, die linksextreme Szene in Leipzig und die jüngsten rechtsextremen Ausschreitungen zudem ein, dass Sachsen ein Problem mit Extremismus habe. Darauf müsse hart reagiert werden.

Zudem sprach er von einer gewissen Blauäugigkeit der Politik: „Wir sind in den vergangenen Monaten zu idealistisch an die Flüchtlingskrise herangegangen“, so Tillich mit Blick auf die massenhaften Übergriffe in Köln.

Und weiter: „Wir haben von hervorragend ausgebildeten Flüchtlingen gesprochen, die unser Land weiterbringen werden. Wir haben allen Flüchtlingen unterstellt, sie würden nach ihren Leidenswegen so froh sein, hier in Frieden leben zu dürfen, dass sie niemandem etwas Böses antun. Köln hat uns ein Menschenbild gezeigt, das wir bisher ignoriert haben.“

Hier twittert MOPO24 über die Ereignisse am Montagabend in Dresden

Fotos: dpa/Sebastian Kahnert, imago


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