Tillich schreibt offenen Brief an Semperoper

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (56, CDU) zeigt Verständnis für die Kritik der Semperoper-Mitarbeiter.
Ministerpräsident Stanislaw Tillich (56, CDU) zeigt Verständnis für die Kritik der Semperoper-Mitarbeiter.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (56, CDU) hat den Mitarbeitern der Dresdner Semperoper einen offenen Brief geschrieben. Darin zeigt er Verständnis für deren massive Kritik an der PEGIDA-Bewegung.

Die Opern-Mitarbeiter hatten sich am Dienstag in einem offenen Brief über PEGIDA vor ihrem Haus beschwert (MOPO24 berichtete).

Tillich schreibt: „Ich habe größtes Verständnis für die beklemmende Lage, die die anhaltende Demonstrationen vor der Semperoper für Sie bedeuten. Mir geht es nicht anders, wenn ich die Auswirkungen für Dresden und Sachsen spüre.“

Er teile die Verärgerung über die Hassreden, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz. Er selbst habe sich in zahlreichen Reden und Interviews gegen die Organisatoren gestellt.

Gleichwohl seien die PEGIDA-Demos von den demokratischen Grundrechten geschützt. Solange nicht gegen Recht und Gesetz verstoßen werde, könne die Versammlungsbehörde die Demos nicht des Platzes verweisen.

Die Mitarbeiter der Semperoper hatten von Anfeindungen berichtet: „Viele von uns fühlen sich durch die Versammlungen von PEGIDA auf dem Theaterplatz unwillkommen und ausgegrenzt, werden beleidigt und bedroht.“

Zudem erhalte die Semperoper immer mehr Zuschriften von Gästen, die einen Besuch des Musentempels nun meiden.

Tillichs Brief in voller Länge

Tillich äußert sich in einem offenen Brief zu der PEGIDA-Problematik.
Tillich äußert sich in einem offenen Brief zu der PEGIDA-Problematik.

Fotos: dpa/Sebastian Kahnert (1)


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