VfB-Trainer Tim Walter trifft im Derby gegen den KSC auf seine Vergangenheit

Stuttgart - In Bruchsal geboren, Amateurspieler beim ASV Durlach und für je ein Jahr die U17 und U19 des Karlsruher SC trainiert - die badischen Wurzeln von VfB-Coach Tim Walter sind nicht von der Hand zu weisen. Am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) trifft der 44-Jährige auf seine Vergangenheit.

Wenn der VfB Stuttgart auf den Karlsruher SC trifft, sind Ausschreitungen fast vorprogrammiert. Auf dem Foto bereiteten sich Polizisten auf ihren Einsatz im Oktober 2016 im Karlsruher Wildpark vor.
Wenn der VfB Stuttgart auf den Karlsruher SC trifft, sind Ausschreitungen fast vorprogrammiert. Auf dem Foto bereiteten sich Polizisten auf ihren Einsatz im Oktober 2016 im Karlsruher Wildpark vor.  © Uli Deck/dpa

Denn dann steht Walter in der Coaching Zone der "Württemberger", das Wappen des VfB Stuttgart auf der Brust.

Auf der Gegenseite die "Badener". Es ist Derby-Zeit in der Mercedes-Benz-Arena!

"Ich weiß um die Brisanz, dass da Baden auf Württemberg trifft. Trotzdem versuchen wir, unsere Fans und den Verein glücklich zu machen und alles zu investieren, was wir haben", so der VfB-Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Im Vorfeld der Partie wurde bereits einiges über mögliche Ausschreitungen zwischen den Fan-Lagern berichtet. Die Polizei wird auf ein neues Sicherheitskonzept setzen, um die Lage möglichst gut im Griff zu behalten (TAG24 berichtete).

Inwieweit Eskalationen Einfluss auf den Spielverlauf nehmen könnten, vermag Tim Walter nicht zu sagen, da er dies nicht beeinflussen könne. Der Bruchsaler appellierte jedoch "an die Vernunft und dass das Spiel im Mittelpunkt steht".

Tim Walter wird immer mit dem Karlsruher SC verbunden sein

Will versuchen, sich im Derby nur auf das Wesentliche zu konzentrieren: VfB-Trainer Tim Walter.
Will versuchen, sich im Derby nur auf das Wesentliche zu konzentrieren: VfB-Trainer Tim Walter.  © Tom Weller/dpa

Was für Walter jedoch nicht im Mittelpunkt stehen soll, ist seine Beziehung zu dem gegnerischen Club.

"Seine Herkunft kann man nicht verleugnen, aber eine direkte Verbundenheit gibt es momentan nicht mehr", stellte der 44-Jährige klar.

Schließlich sind alle seiner Ex-Kollegen mittlerweile auch nicht mehr beim KSC und dementsprechend gibt es keine Berührungspunkte.

Doch ganz gleich werden Walter die blau-weißen vom Wildpark nie sein. "Ich habe lange in Baden gewohnt, habe lange für den Verein gearbeitet. Von daher ist schon eine Verbundenheit da und wird auch immer bleiben."

Für 90 Minuten plus Nachspielzeit wird Tim Walter jedoch dies alles ausblenden und sich darauf fokussieren, den VfB Stuttgart in eine vermutlich sehr hitzigen Derby nach der 0:1-Niederlage gegen den VfL Osnabrück in der 2. Liga wieder auf die Erfolgsspur zu bringen.

Mehr zum Thema VfB Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0