HSV: Timo Letschert feiert Startelf-Debüt mit Licht und Schatten

Hamburg - Es war ein Debüt mit Anlauf! Am Samstag stand Sommer-Neuzugang Timo Letschert beim 2:0-Heimsieg über die SpVgg Greuther Fürth das erste Mal für den Hamburger SV in der Startelf.

Timo Letschert (rechts) freute sich nach der Partie mit seinen Mitspielern über den Sieg.
Timo Letschert (rechts) freute sich nach der Partie mit seinen Mitspielern über den Sieg.  © Imago Images / Claus Bergmann

Sowohl der Niederländer selbst, als auch die Verantwortlichen um Trainer Dieter Hecking und Sport-Vorstand Jonas Boldt hatten sich diesen Moment schon länger gewünscht.

Doch im Abschlusstraining vor der Partie beim 1. FC Nürnberg Anfang August zog sich der 26-Jährige einen Teilabriss des Außenbandes im Knie zu - nur zwei Wochen nach seiner Verpflichtung vom italienischen Erstligisten US Sassuolo.

Die Folge: Timo Letschert musste wochenlang pausieren, verpasste unter anderem das Derby gegen den FC St. Pauli.

In der vergangenen Woche beim 2:2-Unentschieden bei Jahn Regensburg war es dann endlich so weit. Weil sich Gideon Jung verletzte, wechselte HSV-Trainer Dieter Hecking den Niederländer für die verbleibenden elf Minuten ein.

Und auch genau dieser Verletzung seines Mitspielers hatte Letschert es am Samstag zu verdanken, dass er erstmals von Beginn an für die Rothosen auf dem Platz stehen durfte.

"Das ist ein gutes Gefühl. Ich bin happy, aber es geht noch viel besser", erklärte der Innenverteidiger nach der Partie. "In den letzten fünf, zehn Minuten war es ein bisschen schwer, auch die Wade war ein bisschen fest. Aber ich habe es geschafft. Das ist wichtig."

Mitspieler bügeln Letschert-Fehler aus

Der Niederländer musste lange an seinem Comeback auf dem Trainingsplatz schuften.
Der Niederländer musste lange an seinem Comeback auf dem Trainingsplatz schuften.  © imago images / Michael Schwarz

Wie es für den Niederländer nach der Länderspielpause weitergeht, ist noch unklar. Klar ist, sollte Mannschaftskollege Jung wieder fit sein, bleibt Letschert nur der Platz auf der Bank.

Denn so ganz fehlerfrei war sein Spiel gegen die Kleeblätter aus Fürth nicht. "Er hatte ein, zwei Wackler, aber sonst hat er es in seinem ersten Spiel von Beginn an gut gelöst, wenig zugelassen", beurteilte Trainer Hecking die Leistung seines Schützlings.

Doch genau diese Wackler waren brandgefährlich. Erst musste van Drongelen einen schlecht geklärten Ball in letzter Not abblocken, nach der Führung bügelte Keeper Daniel Heuer Fernandes einen Stellungsfehler mit einer überragenden Parade aus.

Zudem hatte er seinen Einsatz, neben der Trainingsleistung auch seiner Erfahrung zu verdanken. "Ich musste mich zwischen Timo und Jonas David entscheiden und habe mich für die nicht ganz junge Variante entschieden", erklärte Hecking.

Da mit Josha Vagnoman (19 Jahre) und Rick van Drongelen (20) bereits zwei sehr junge Spieler in der Viererkette standen, verzichtete der Trainer mit David (19) auf einen weiteren Youngster und bot lieber Letschert auf.

Spitzenspiele stehen vor der Brust

"Ich habe mit Timo am Freitag ein längeres Gespräch gehabt und ihn gefragt, ob er sich bereit fühlt", sagte Hecking. Seine Antwort fiel positiv aus, sonst hätte ihn der 55-Jährige am Samstag sicher nicht aufgestellt.

Letschert selbst gab zu: "Ich war nicht nervös, aber ich habe vier, fünf Monate nicht gespielt und habe keine Spielpraxis." In der Länderspielpause kann beim Testkick bei Eintracht Braunschweig weitere Minuten sammeln und seinen Trainer überzeugen.

Ob es dann für die anstehenden Spitzenspiele bei Arminia Bielefeld und gegen den VfB Stuttgart reichen wird, bleibt abzuwarten.

Mehr zum Thema HSV:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0