Unwetter-Drama! Schlammlawine schneidet Orte von der Außenwelt ab

Ein Auto im Gschnitztal steckt bis zu den Fenstern im Schlamm fest.
Ein Auto im Gschnitztal steckt bis zu den Fenstern im Schlamm fest.  © Bernd März

Gschnitztal/Tirol - Österreich kommt nicht zur Ruhe: Nach heftigen Unwettern am vergangenen Wochenenden im Großarltal traf es nun Tirol.

In der Nacht zu Mittwoch fegten Orkanböen mit Starkregen über die Region. In Nassereith deckte der Sturm ein Hausdach komplett ab und kappte eine Stromleitung.

Wie der ORF berichtet, musste die Brennerstraße nach einem Erdrutsch auf Höhe von Mühlbachl gesperrt werden. Zwischen Innsbruck-Süd und Patsch kam es, ebenfalls nach einem Erdrutsch, auf der Brennerautobahn zu Behinderungen.

Auch Gschnitz, südlich von Innsbruck wurde schwer von dem Unwetter getroffen: Eine Mure (Schlammlawine) schoss durch den Ort und begrub zahlreiche Autos und es wurden einige Häuser beschädigt. Der Ort wurde von der Außenwelt abgeschnitten.

Insgesamt sind sind laut Freiwilliger Feuerwehr Gschnitz im Gschnitztal bei dem Unwetter fünf Muren abgegangen. Nach umfangreichen Aufräumarbeiten ist die Region seit Mittwochmittag wieder zugänglich.

Im Sellraintal ging am Dienstagabend ebenfalls eine Mure ab. Die Sellraintalstraße musste daraufhin komplett gesperrt werden, ist aber seit Mittwochvormittag einseitig wieder befahrbar.

Im Pitztal brach ein acht Kubikmeter großer Felsbrocken ab, durchschlug ein Steinschlagnetz und stürzte auf eine Straße. Es entstand ein erheblicher Schaden, verletzt wurde niemand.

Tief Hartmut, das für die schweren Unwetter in Tirol verantwortlich ist, zieht langsam ab. In den nächsten Tagen kann es aber trotzdem weiter zu Regenschauern und Gewittern kommen.

Orkanböen deckten Dächer ab.
Orkanböen deckten Dächer ab.  © Bernd März
Zahlreiche Autos wurden durch die Schlammlawinen mitgerissen und verschüttet.
Zahlreiche Autos wurden durch die Schlammlawinen mitgerissen und verschüttet.  © Bernd März

Titelfoto: Bernd März


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