Urlauberin von Kühen totgetrampelt: Witwer fordert 360.000 Euro

Gegen die aggressiven Rinder hatte die Frau keine Chance. (Symbolbild)
Gegen die aggressiven Rinder hatte die Frau keine Chance. (Symbolbild)  © DPA

Innsbruck - Es war eine entsetzliche Tragödie im beschaulichen Stubaital! Die Deutsche Maria M. (45, †) wollte sich 2014 in Österreich erholen. Beim Wandern wurde sie von einer wilden Herde Kühe totgetrampelt. Jetzt klagt der Witwer.

Am Tag des Unglücks schnappte sich Maria M. ihren Bullterrier "Frodo". Mit ihm wollte sie eine Wanderung entlang des "Habicht" (3277 Meter) machen. Da passierte das Unfassbare: Zehn Kühe und ihre Kälber liefen auf die Beiden zu und umzingelten sie.

Die 700 Kilo schweren Rinder stießen die Touristin aus Bad Dürkheim zu Boden und trampelten sie tot. Erst als der Hund anfing, zu bellen, eilten andere Wanderer zu Hilfe und trieben die Herde auseinander. Zu spät!

45 Minuten lang versuchten die Helfer, die Frau zu retten. Doch Maria M. hatte keine Chance. Sie starb noch am Unfallort - an einer Quetschung des Herzbeutels. Außerdem waren ihre Rippen gebrochen, im Bauchraum hatte sie ein tiefes Loch.

"Frodo" wurde später, etwa drei Kilometer vom Tatort entfernt, gefunden. Das Tier hatte sich während der Attacke völlig verängstigt losgerissen.

Der Ehemann und ihr Sohn klagten wegen fahrlässiger Tötung gegen den Besitzer der Kühe. Die Staatsanwaltschaft stellte das Strafverfahren jedoch ein. Vorschnell, wie der Anwalt der Familie meint.

Damit finden sich auch die noch immer traumatisierten Hinterbliebenen nicht ab! Nun zieht der Witwer vor das Landesgericht Innsbruck.

In einer Zivilklage fordert er von dem verantwortlichen Bauern 359.905 Euro.

Titelfoto: DPA


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