Titz' Abschied beim HSV: Vorstand verhindert Abendessen mit den Profis

Hamburg - Die Ära Titz beim HSV ist zu Ende: Am Mittwoch entband der Vorstand überraschend den 47-Jährigen von seiner Funktion als Cheftrainer.

Eine richtige Verabschiedung von seiner Mannschaft blieb ihm verwehrt: Ex-HSV-Trainer Christian Titz.
Eine richtige Verabschiedung von seiner Mannschaft blieb ihm verwehrt: Ex-HSV-Trainer Christian Titz.  © DPA

Der gebürtige Mannheimer konnte sich offenbar noch nicht einmal richtig von seiner Mannschaft verabschieden. Wie die MoPo berichtet, hatte Titz ein gemeinsames Abendessen mit dem Team geplant. Doch daraus wurde nichts. Denn offenbar wollte der Vorstand verhindern, dass die Spieler durch einen solchen Akt noch weiter verunsichert werden.

Stattdessen wurde Titz angeboten, dass er sich nach dem Köln-Spiel (5.11.) verabschieden könne. Das wiederum lehnte Titz ab, um die Arbeit seines Nachfolgers Hannes Wolf nicht zu stören.

Titz war seit der Saison 2015/16 zunächst als Nachwuchstrainer beim HSV beschäftigt, am 12. März 2018 stieg er zum Cheftrainer auf. In seiner Amtszeit holte er viele junge Spieler in den Profikader und überraschte in der Schlussphase der vergangenen Saison mit frischem Offensivfußball. Trotz zehn Punkten aus den letzten sieben Partien konnte er den Abstieg nicht verhindern.

Mit dem hohen Torwartspiel und vielen Wechseln in der Aufstellung sorgte Titz in der aktuellen Saison für Verunsicherung - und erntete dafür heftige Kritik: "Es ist ja gerade die Zeit der Märchenerzähler. Titz ist ein Mann, der gut erzählen kann. Der HSV muss eigentlich einen anderen Anspruch haben, als einen Unbekannten aus der Jugend zu holen und ihm dann so eine Aufgabe anzuvertrauen", monierte HSV-Legende Felix Magath bei Sky.

Laut der MoPo will Titz erst einmal wieder bei seiner Familie in Schenefeld (Schleswig-Holstein) wohnen. Eine schnelle Rückkehr auf die Fußballbühne sei aber nicht ausgeschlossen.

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