"Eines der schlimmsten Beispiele für Massenmord": Todesfahrer muss lebenslang hinter Gitter

Canberra - Mehr als zwei Jahre nach einer Todesfahrt durch die Innenstadt von Melbourne ist ein 29-jähriger Australier zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

 Rettungskräfte im Januar 2017 am Unglücksort.
Rettungskräfte im Januar 2017 am Unglücksort.  © DPA

Eine Geschworenen-Jury hatte den Mann bereits im November wegen sechsfachen Mordes schuldig gesprochen. Am Freitag wurde das Strafmaß bekannt gegeben.

Demnach muss der Todesfahrer für mindestens 46 Jahre ins Gefängnis, erst 2065 kann er Bewährung beantragen.

Die Tat beschrieb Richter Mark Weinberg als eines der "schlimmsten Beispiele für einen Massenmord" in Australien. Die Verteidiger hätten argumentiert, der Mann habe zur Tatzeit unter einer durch Drogen ausgelösten Psychose gelitten, berichtete der australische Nachrichtensender ABC News. Weinberg habe dies zurückgewiesen. Er habe gewusst, was er tue, sagte der Richter ABC News zufolge zu dem Todesfahrer.

Der Mann war im Januar 2017 mit einem gestohlenen Pkw durch eine beliebte Einkaufsstraße gerast, die eigentlich für Autos gesperrt ist (TAG24 berichtete). Dabei tötete er sechs Menschen, darunter ein erst drei Monate altes Kind.

27 weitere Personen wurden verletzt.

Polizisten stehen am 20.01.2017 in Melbourne, nachdem ein Auto durch eine Fußgängerzone gefahren ist, am Tatort.
Polizisten stehen am 20.01.2017 in Melbourne, nachdem ein Auto durch eine Fußgängerzone gefahren ist, am Tatort.  © DPA

Titelfoto: DPA

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