Deutsche stürzt in Nationalpark 15 Meter in den Tod

Diese drei Frauen stürzten am Montag mit ihrem Geländewagen im Yosemite-Nationalpark ab.
Diese drei Frauen stürzten am Montag mit ihrem Geländewagen im Yosemite-Nationalpark ab.

San Francisco – Der Besuch des Yosemite-Nationalparks hätte das Highlight einer Amerika-Reise werden sollen. Zahlreiche Besucher zieht er jährlich an. Auch die deutsche Urlauberin Maria F. (57) aus Osnabrück wollte eigentlich nur die Natur bewundern, Tiere beobachten und wandern gehen. Für sie sollte das Abenteuer allerdings tödlich enden.

Wie der Sheriff von Toulumne County jetzt via Facebook mitteilte, ist die Osnabrückerin an ihren schweren Verletzungen gestorben. 

Aber wie kam es zu dem Unglück? Maria F. war mit zwei Begleiterinnen (16 und 63 Jahre) am Montag in einem gemieteten GMC Yukon unterwegs. Zuvor machten die drei noch einen Termin für den Abend mit einer anderen Reisegruppe aus. Doch dieses Treffen in Groveland sollte nie stattfinden. 

Gegen 16:30 Uhr wurden die Frauen zuletzt gesehen. An einer Tankstelle befüllten sie ihr geländegängiges Auto mit Benzin. Irgendwann danach muss es zum Unglück gekommen sein: Am Rand des Nationalparks kam ihr Fahrzeug von der Straße ab und stürzte 15 Meter in die Tiefe!

Nachdem die Frauen nicht zu ihrer Verabredung erschienen sind, wurde gegen 21:30 Uhr der Sheriff alarmiert. Die Suche wurde sofort eingeleitet. Zwischen Groveland und dem Nationalpark auf dem Highway 120 waren die Einsatzkräfte unterwegs. 

Am Highway 102 wurde die Autobahnpolizei schließlich fündig.
Am Highway 102 wurde die Autobahnpolizei schließlich fündig.

Außerdem versuchten sie, die Handys der Urlauberinnen zu orten. Trotzdem fand die Autobahnpolizei (California Highway Patrol) erst am Dienstag den zerstörten Wagen mit den drei Insassinnen im Wald.

Wie der Lokalsender "KCRA" unter Berufung auf den Sheriff mitteilte, soll das Fahrzeug auf der zum Teil kurvigen Strecke aus 15 Metern Höhe eine Böschung hinabgestürzt sein. Trotzdem überlebte Maria F. zunächst 24 Stunden eingeklemmt im Geländewagen.

Drei Stunden brauchten die Einsatzkräfte, um sie aus dem Auto zu bergen. Eine ihrer Begleiterinnen konnte sich scheinbar mit Hilfe einer Nagelschere aus dem Auto befreien, indem sie den Gurt durchschnitt. Die dritte Frau muss während des Sturzes aus dem Geländewagen geschleudert worden sein.

Warum die Frauen sich nicht zur Straße schleppten, um Hilfe zu holen, ist fraglich.

Rettungshubschrauber brachten die drei Touristinnen umgehend ins Senora Regional Medical Center. Doch leider kam für Maria F. jede Hilfe zu spät. Sie verstarb nur kurze Zeit später an ihren schweren Verletzungen.

Über den konkreten Zustand ihrer beiden Begleiterinnen ist nichts bekannt. Zumindest soll ihre Verfassung stabil sein.

Bisher rätselt die Polizei noch darüber, wie es überhaupt zu dem Unfall kommen konnte. Weder Bremsspuren konnten an der Absturzstelle gefunden werden noch gibt es Hinweise darauf, dass der Geländewagen ins Schleudern gekommen sein könnte.

Laut Bild-Informationen sieht es so aus, dass der Wagen schnurstracks die Böschung hinunter gefahren ist. Ein vorheriger Drogen- oder Alkoholkonsum wird ausgeschlossen.

Die Überleben werden momentan von Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes begleitet. Sie hatten Glück im Unglück. Wenn die Hilfe nicht rechtzeitig eingetroffen wäre, hätte auch für sie der Urlaub tödlich enden können.


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