Töberich-Schläger wird nicht verurteilt!

Deutlich zu sehen sind die Spuren des Schlages.
Deutlich zu sehen sind die Spuren des Schlages.

Dresden - Als Marina-Garden-Investorin Regine Töberich (51) am 7. Mai einen Teil des Elberadwegs wegbaggerte, brachte das den Grünen-Politiker Michael Ton (58) so in Rage, dass er ihr mit der Hand ins Gesicht schlug.

Nach Töberichs Aussage hatte er sie nicht im Affekt geschlagen, sondern sich ihr gezielt genähert und einen günstigen Augenblick für den Angriff abgewartet.

"Der Schlag war so hart, dass ich nicht nur in die Knie gegangen bin, sondern mir aufgrund der Wucht des Schlages neben einer Prellung im Gesicht auch noch eine Zerrung der Nackenmuskulatur zugezogen habe", erinnert sich Töberich.

Töberich erstattete Anzeige. Doch jetzt stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein. Ton muss 500 Euro an das "Netzwerk für Demokratie und Courage" zahlen. Damit wird auf Strafverfolgung verzichtet.

"Völlig unabhängig von meiner Person, welche Außenwirkung hat das? Ein Mann schlägt einer Frau öffentlich und brutal ins Gesicht. Das ist, wie ich seit heute weiß, also ein Kavaliersdelikt", empört sich Regine Töberich bei Facebook.

„Der Beschuldigte hat die Tat eingeräumt, ist in keinster Weise vorbelastet und hat nur einmal mit der linken Hand zugeschlagen. Die Schmerzen und die Schwellung (bei Frau Töberich, die Red.) waren nicht so massiv, dass es weitere Maßnahmen von uns erfordert hätte“, erklärte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase die Entscheidung.

Michael Ton (58) am Tag der Ohrfeige.
Michael Ton (58) am Tag der Ohrfeige.

Fotos: MOPO24, Füssel


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