In diesem Dresdner Carport sterben reihenweise Katzen

Unter so einem Hebebühnen-Carport in der Rudolfstraße verendeten die Tiere.
Unter so einem Hebebühnen-Carport in der Rudolfstraße verendeten die Tiere.

Dresden - Unter einem Hebebühnen-Carport in der Rudolfstraße ertrinken qualvoll Katzen. Sie fallen in einen mit Regenwasser gefüllten Spalt und können nicht mehr daraus entkommen.

"Uns haben Nachbarn auf den Verwesungsgeruch hingewiesen", sagt eine Dresdner Tierschützerin. Schon seit dem Sommer fallen Tiere in die Hebebühnen-Ritze des Carports.

Mindestens vier Katzen und ein Igel starben dort.

Die zuständige Hausverwaltung vermutet, dass die Tiere in den Spalt geschubst werden. Das schließt auch die Tierschützerin nicht aus.

"Gerade sehr zahme Katzen kommen dafür in Frage, sie sind oft sehr zutraulich. Außerdem sind sie sehr neugierig."

Nachdem sie Anwohner auf das Katzensterben hinwiesen, kontaktierte sie die Hausverwaltung. "Die haben mich aber immer nur hingehalten", sagt sie.

Problem: Die Hausverwaltung in der Rudolfstraße ist gar nicht für den Carport zuständig.

"Das Grundstück gehört einem privaten Eigentümer, uns sind die Hände gebunden", heißt es dort. Man führe nur Aufgaben aus, die der Privatbesitzer erteilt.

"Wir haben bereits zwei Mal auf eigene Faust Kadaver entfernt", sagt der Hausverwaltungs-Leiter. "Das stellen wir dem Eigentümer dann in Rechnung."

Dieser äußerte sich noch nicht zur Todes-Tierfalle am Carport. Sein Hausverwalter ist aber über "wild gewordene" Tierschützer empört:

"Die rufen uns an, wollen aber keine Namen nennen und beschimpfen uns aufs Übelste! Der Vorgang liegt bei unserem Rechtsanwalt."

Ein Igel (l.) und eine Katze ertranken qualvoll im Carport-Spalt.
Ein Igel (l.) und eine Katze ertranken qualvoll im Carport-Spalt.

Fotos: privat


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0