20-Jährige stirbt bei Unfall in Chemnitz: Anklage gegen Autofahrerin erhoben!

Chemnitz/Penig - Nach einem tödlichen Unfall in der Georgstraße hat das Amtsgericht Chemnitz Anklage gegen eine 59-jährige Autofahrerin erhoben.

Im Dezember 2018 wurde eine 20-Jährige in der Georgstraße von einem Auto erfasst. Sie starb noch an der Unfallstelle.
Im Dezember 2018 wurde eine 20-Jährige in der Georgstraße von einem Auto erfasst. Sie starb noch an der Unfallstelle.  © Harry Härtel/Haertelpress

Die Frau muss sich wegen fahrlässiger Tötung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten. Sie wird beschuldigt am 19. Dezember eine 20-Jährige in der Georgstraße angefahren zu haben. Die junge Frau wurde über die Windschutzscheibe auf die Straße geschleudert. Ein entgegenkommender Mazda konnte nicht mehr rechtzeitig Bremsen und erfasste die 20-Jährige. Sie wurde so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb (TAG24 berichtete).

"Anschließend verließ die Angeschuldigte die Unfallstelle, obwohl sie den Unfall bemerkt bzw. damit gerechnet hatte, dass eine andere Person geschädigt oder ein nicht unbedeutender Fremdsachschaden entstanden war", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Nur einige Tage vor diesem Unglück hatte es in der Hainstraße einen Unfall gegeben, bei dem ein Ehepaar beim Überqueren der Straße von einem Auto erfasst wurde.

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Die 73 Jahre alte Frau und der 82 Jahre alte Mann verstarben später im Krankenhaus. Auch in diesem Fall wurde Anklage gegen den 42 Jahre alten Fahrer wegen fahrlässiger Tötung erhoben.

Ermittlungen zu zwei tödlichen Unfällen Anfang 2019 abgeschlossen

Anfang Januar ereignete sich in Chemnitz ein weiterer tödlicher Unfall: In der Zwickauer Straße wurde eine Fußgängerin (56) von einem Auto erfasst , auf die Gegenfahrbahn geschleudert und überfahren. Die 56-Jährige verstarb noch an der Unfallstelle.

"Im Ergebnis der umfangreichen Ermittlungen – insbesondere der beiden unfallanalytischen Sachverständigengutachten – war die Kollision mit der Geschädigten für die Fahrer beider am Unfall beteiligten Kraftfahrzeuge aufgrund mehrerer zusammentreffender ungünstiger Umstände unvermeidbar, so dass das Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingestellt wurde", so die Staatsanwaltschaft Chemnitz.

Im März wurde eine Schülerin (11) bei Penig an einer Bushaltestelle von einem Auto erfasst. Das Kind starb im Krankenhaus an ihren schweren Kopfverletzungen. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat gegen den 21 Jahre alten Autofahrer am Amtsgericht Döbeln Anklage erhoben.

Die Ermittlungen ergaben, dass der junge Mann den Unfall hätte vermeiden können, wenn er mit der richtigen Geschwindigkeit und "sofortiger Bremsbereitschaft gefahren wäre."

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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