Raser verursacht bei 142km/h tödlichen Crash am Frankfurter Mainufer

Frankfurt am Main - Nach einem tödlichen Auffahrunfall am Frankfurter Mainufer steht ein Autofahrer vom Mittwoch (9.30 Uhr) an erneut vor Gericht.

Der Fahrer des anderen Wagens überlebte den Unfall nicht. (Symbolbild)
Der Fahrer des anderen Wagens überlebte den Unfall nicht. (Symbolbild)  © DPA

Der inzwischen 24 Jahre alte Mann soll im April 2015 mit Tempo 142 statt der erlaubten 70 Stundenkilometer die Mainuferstraße entlanggerast sein.

Dabei kam es zum Zusammenprall mit einem Wagen, dessen Fahrer kurz danach starb.

Das Landgericht Frankfurt verurteilte den Angeklagten im Dezember 2016 wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu drei Jahren Jugendstrafe. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil aber auf.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft kommt jedoch auch ein vorsätzliches Tötungsdelikt in Betracht. Sie hatte deshalb Revision gegen das erste Urteil eingelegt.

Nun geht es vor allem um die Frage, ob sich der Angeklagte mit seinem gemieteten Fahrzeug mit Bekannten möglicherweise ein Wettrennen geliefert und dabei tödliche Verletzungen anderer billigend in Kauf genommen haben könnte. Am Ende des neuen Prozesses könnte deshalb auch eine härtere Strafe stehen.

Ursprünglich sollte bereits im November 2018 verhandelt werden - die Jugendstrafkammer musste das Verfahren gegen den zum Tatzeitpunkt noch heranwachsenden Mann jedoch wegen Überlastung verschieben.

Für den neuen Prozess sind vorerst fünf Verhandlungstage bis Anfang April geplant.

Am Frankfurter Landgericht sind vorerst fünf Verhandlungstage bis Anfang April geplant. (Symbolbild)
Am Frankfurter Landgericht sind vorerst fünf Verhandlungstage bis Anfang April geplant. (Symbolbild)  © DPA

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