Tödlicher Brand in Freiberg: Identität der Leiche weiter unklar

Freiberg - Nach dem verheerenden Dachstuhlbrand mit einer Toten in der Freiberger Altstadt sind die Schäden offenbar größer, als zunächst angenommen.

Die Flammen schlugen meterhoch aus dem Brandhaus.
Die Flammen schlugen meterhoch aus dem Brandhaus.  © Tom Wunderlich

Das Feuer war in der Nacht zu Sonntag in der Akademiestraße 5, in unmittelbarer Nähe der Bergakademie ausgebrochen (TAG24 berichtete). Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz. Die einzige Bewohnerin (74) des Hauses galt lange Zeit als vermisst. Gegen Mittag wurde eine Leiche in der Brandruine gefunden.

Ob es sich dabei um die 74-Jährige handelt, die in einer Wohnung im Dachgeschoss gewohnt hat, ist noch unklar. Darüber soll nun eine rechtsmedizinische Untersuchung Aufschluss geben. Die Obduktion ist für Montag angesetzt. Drei Hunde und eine Katze, die sich im Haus befanden, konnten gerettet werden.

Bei dem schrecklichen Feuer brannte der Dachstuhl des Gebäudes komplett aus und Teile des Dachs stürzten ein, Mauerteile fielen auf die Straße.

Auch aktuell besteht noch Einsturzgefahr, die Akademiestraße ist bis auf weiteres gesperrt.

Auch Schäden an Nachbarhäusern

Der Dachstuhl des Hauses brannte komplett ab.
Der Dachstuhl des Hauses brannte komplett ab.  © Marcel Schlenkrich

Oberbürgermeister Sven Krüger (45, parteilos) war selber seit den frühen Morgenstunden am Sonntag mit vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen. In einem langen Facebook-Post schildert er die Lage vor Ort. "Die beiden Nachbargebäude Akademiestraße 3 und 7 sind ebenfalls geschädigt. Durch das schnelle und beherzte Eingreifen konnte ein Übergreifen auf weitere Gebäude zum Glück verhindert werden."

Die Bewohner aus der Akademiestraße 3 konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Sie können allerdings vorerst nicht in ihre Wohnungen zurück und sind bei Verwandten und Bekannten untergekommen. Die Stadt Freiberg hatte zudem angeboten, dass sie in eine Pension ziehen könnten. Die Kosten würde die Stadtverwaltung übernehmen.

Die Stadt ist selber auch von dem Brand betroffen, denn in dem anderen Nachbarhaus ist das Stadtarchiv. Das Dach wurde durch das Feuer ebenfalls schwer beschädigt.

Während der stundenlangen Löscharbeiten gab die Drehleiter der Feuerwehr Freiberg ihren Dienst auf. Die Wehr aus Brand-Erbisdorf eilte mit ihrer Drehleiter zu Hilfe. "Die Zusammenarbeit mit Polizei, DRK und den Wehren hat super funktioniert [...] Ein großes Lob an die Kameraden für ihre Arbeit", schreibt der 45-Jährige.

Update, 14.06 Uhr:

Die Identität der Leiche aus dem Brandhaus sei noch nicht geklärt, sagte eine Sprecherin der Chemnitzer Polizei am Montag und auch zu der Brandursache laufen die Ermittlungen noch.

Titelfoto: Marcel Schlenkrich

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