Tödlicher Familienstreit: Tatverdächtiger war einschlägig vorbestraft

Hamburg - Der Tatverdächtige im tödlichen Familienstreit von Hamburg-Altona hat wegen einer früheren Straftat bereits mehrere Jahre im Maßregelvollzug verbracht.

Der Tatort rund um das Mehrfamilienhaus wurde abgesperrt.
Der Tatort rund um das Mehrfamilienhaus wurde abgesperrt.  © HamburgNews/Christoph Seemann

Der heute 45 Jahre alte Türke sei bereits 2002 in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden, sagte Gerichtssprecher Kai Wantzen am Mittwoch.

Das Gericht sei damals zu der Überzeugung gekommen, dass er im Zustand der Schuldunfähigkeit einen versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung beging.

2010 sei er auf Bewährung freigekommen und habe bis 2015 unter Führungsaufsicht gestanden.

Wie Wantzen bestätigte, war der Mann früher auch schon wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Drogenhandels verurteilt worden.

Am Montag hatte ihn die Polizei vor einem Haus in Altona-Nord überwältigt und festgenommen. Er wird beschuldigt, seinen 44 Jahre alten Bruder tödlich und seine 68 Jahre alte Mutter schwer mit einem Messer verletzt zu haben (TAG24 berichtete).

Ein Richter ordnete nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Dienstag die vorläufige Unterbringung in einer Klinik an.

Die Hintergründe ermittelt nun die Mordkommission. (Symbolbild)
Die Hintergründe ermittelt nun die Mordkommission. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: HamburgNews/Christoph Seemann

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