Nach tödlichem Schuss: Beamter erhält Polizeischutz wegen Todes-Drohungen

Neubrandenburg/Berlin - Der Polizist, der vor wenigen Tagen einen mutmaßlichen Einbrecher in Neubrandenburg erschossen hat (TAG24 berichtete), steht seitdem unter Polizeischutz.

Bei einem Einsatz in Neubrandenburg traf ein Polizist einen Einbrecher tödlich mit einer Kugel aus seiner Dienstwaffe.
Bei einem Einsatz in Neubrandenburg traf ein Polizist einen Einbrecher tödlich mit einer Kugel aus seiner Dienstwaffe.  © DPA

Bereits in der Nacht nach der tödlichen Schussabgabe belagerten Bekannte und Verwandte des Verdächtigen das Polizeirevier in Neubrandenburg und hatten die Freilassung der zwei am Tatort festgenommenen Männer gefordert.

Am Wochenende spitzten sich die Anfeindungen zu: Das Umfeld des 27-jährigen Opfers schwört Rache. Ein Facebook-Post löste daraufhin in Polizeikreisen Empörung aus.

Mit Mittelfinger und Polizeimarke grinst er in die Kamera. Zunächst bedankte sich der Libanese noch bei seinen Unterstützern, dann legte er los:

"Ich bin jetzt endlich bei der Polizei und dieser Pic der unseren Bruder [...] erschossen hat, denn fi*** ich noch."

Offenbar war das Opfer ein mutmaßliches Mitglied einer arabischen Großfamilie, zudem auch die festgenommen Männer angehören sollen.

Nach Informationen des Nordkurier soll es sich bei der Familie um den Miri-Clan handeln. Dieser Verdacht wird bestärkt, denn ein Beitrag eines Facebook-Users unter dem Namen Ahmad "Patron" Miri - einer der Köpfe des Miri-Clans - richtete folgende Worte an den erschossenen Einbrecher: "Ruhe in Frieden Bruder, möge Allah dir die höchste Stufe im Paradies geben."

Um den Schutz des 32-jährigen Polizisten zu gewährleisten, "wurden geeignete Maßnahmen ergriffen", wie eine Sprecherin der Neubrandenburger Polizei gegenüber der Zeitung sagte.

Titelfoto: DPA