Fußgänger überfahren und geflüchtet: Polizei ermittelt mutmaßlichen Todes-Raser

Hamburg/Lübeck - Nach dem tödlichen Unfall mit Fahrerflucht in Reinbek bei Hamburg (TAG24 berichtete) haben die Behörden einen Verdächtigen ermittelt.
Der Rettungsdienst konnte den Fußgänger nicht retten.
Der Rettungsdienst konnte den Fußgänger nicht retten.
Wie die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Polizei Ratzeburg am Montagabend mitteilten, erhielten die Ermittler einen Hinweis auf ein Fahrzeug, das an der Beifahrerseite und im Frontbereich frisch erscheinende Beschädigungen aufwies.

Es wurde beschlagnahmt und soll kriminaltechnisch untersucht werden, um zu klären, ob die Schäden von dem Unfall stammen. Der 36 Jahre alte Halter des Fahrzeugs soll nun vernommen werden, zunächst müsse ihm dafür aber ein Pflichtverteidiger beigeordnet werden, hieß es in der Mitteilung.

Am Samstagabend war ein 42 Jahre alter Fußgänger auf dem Seitenstreifen der Landstraße 223 von einem Auto angefahren und tödlich verletzt worden. Sanitäter versuchten, den Mann aus Hamburg zu reanimieren, hatten damit aber keinen Erfolg. Der Fahrer flüchtete.

Der Fußgänger war mit Freunden und mit seiner Frau unterwegs gewesen. "Seine Frau sah alles mit an, blieb aber körperlich unversehrt", sagte ein Sprecher der Polizei in Lübeck am Sonntagmorgen.

An der Unfallstelle hatten Ermittler Fahrzeugteile eines BMW gefunden - auch bei dem Fahrzeug des 36-Jährigen handelt es sich um ein Modell dieser Marke. Zuvor hatten die Ermittler schon ein Fahrzeug einer anderen Marke sichergestellt, das frische Unfallspuren aufwies.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin wird wegen fahrlässiger Tötung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.

Polizisten sicherten im Umfeld des Unfalls Spuren.
Polizisten sicherten im Umfeld des Unfalls Spuren.  © René Schröder

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