Mitten in NRW: Drei Tage am Stück über 40 Grad!

Offenbach/Tönisvorst – Erstmals seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen war es in Deutschland an drei Tagen hintereinander mindestens 40 Grad heiß.

Die vergangenen drei Tage gehen als die bisher heißesten in die Geschichte ein.
Die vergangenen drei Tage gehen als die bisher heißesten in die Geschichte ein.  © DPA/Patrick Seeger/Frank Rumpenhorst

In Tönisvorst in Nordrhein-Westfalen waren am Freitag um 15 Uhr erneut 40,4 Grad gemessen worden, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienst (DWD).

An dieser Messstation waren bereits am Mittwoch und Donnerstag Temperaturen über 40 Grad gemessen worden.

Mit 41,2 Grad erreichte Tönisvorst zusammen mit Duisburg-Baerl am Donnerstag sogar einen neuen Rekordwert für Nordrhein-Westfalen.

Dieser Sommer bricht wirklich alle Rekorde: Laut DWD wurde an insgesamt 22 Stationen die 40-Grad-Marke geknackt.

Damit hat die aktuelle Hitzewelle Ausmaße angenommen, die seit 1881 noch nie beobachtet wurden.

Die Hitze sorgte für einen Ozonalarm in NRW: In Niederzier im Kreis Düren wurde am Freitag ein Wert von 264 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Er überschreite die Alarmschwelle von 240 deutlich, teilte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) mit. Sechs weitere Orte in Aachen, Düsseldorf, Essen, Krefeld, Mönchengladbach und Ratingen waren von erhöhten Werten zwischen 185 und 224 betroffen. Der Schwellenwert zur Information der Bevölkerung liegt bei 180.

Viele Menschen litten unter den Extremtemperaturen. Patienten der rund 350 Krankenhäuser in NRW kämpfen in den meist nicht klimatisierten Krankenzimmern mit der Hitze. In Dortmund mussten Feuerwehrleute ein Kind aus einem Auto befreien, das mit geschlossenen Fenstern in der prallen Nachmittagssonne stand. In Herne wurde Fische umgesiedelt, weil ihre Teiche in der Hitze "umzukippen" drohten.

Auf das Hitze-Chaos folgen am Wochenende jedoch heftige Unwetter in weiten Teilen Deutschlands. Am Samstag "wird es mit den Gewittern ordentlich brodeln", sagte eine DWD-Expertin. Unwetter seien landesweit möglich, nur der Nordosten von NRW bleibe zunächst verschont bei Temperaturen um die 31 Grad. Am Sonntag rechnet der DWD weiter mit Regen und Gewittern.

Titelfoto: DPA/Patrick Seeger/Frank Rumpenhorst

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