Bahn-Betreiber entwickelt skurrile Fitness-App: Das ist der Grund!

Tokio (Japan) - "Pendler-Hölle" nennen die Japaner den alltäglichen Berufsverkehr in den chronisch überfüllten Bahnen des größten Ballungsraums der Welt.

In japanischen U-Bahnen stehen die Menschen oft dicht zusammen. (Symbolbild)
In japanischen U-Bahnen stehen die Menschen oft dicht zusammen. (Symbolbild)  © dpa-Bildfunk/EPA/FRANCK ROBICHON

Die Szenen von Bahnmitarbeitern, die an manchen Stationen die Fahrgäste ins knallvolle Abteil schieben, gehören zu den beliebten Klischeebildern von Japan.

Um den Fahrgästen die Zeit in der Bahn etwas angenehmer zu gestalten, hat die Betreibergesellschaft East Japan Railway eine App für Smartphones entwickeln lassen, die Pendler zu körperlichen Übungen anleitet.

"Train'ing" nennt sich die neue App, die derzeit auf Tokios bestens genutzter Ringlinie Yamanote getestet wird, wie JR mitteilte.

Die App schlägt den Fahrgästen leichte Übungen vor, je nachdem, wo sich der Nutzer gerade im Zug befindet und wie voll die Bahn zu diesem Zeitpunkt aktuell ist. Während die einen etwa sitzen, hängen andere Fahrgäste in der Bahn an Haltegriffen.

Fahrgäste können die neue App während des Wartens auf dem Bahnsteig öffnen und die entsprechende Stationen wählen, an der sie ein- und aussteigen.

Sollte die App gut ankommen, überlege man, sie in Zukunft auch auf anderen Bahnstrecken einzuführen, hieß es.

Bisweilen ist das Gedränge in den Bahnen im Großraum der Millionen-Hauptstadt des Landes allerdings so heftig, dass man sich oft kaum bewegen kann.

Eine Bahn fährt durch die Hochhausschluchten Tokios.
Eine Bahn fährt durch die Hochhausschluchten Tokios.  © TAG24/Max Patzig

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