Supermärkte nehmen Sex-Hefte aus den Regalen, aber warum?

Tokio (Japan) - Einige Männer müssen nun ganz stark sein: Japanische Supermärkte wollen Sex-Magazine aus ihren Regalen verbannen, um während der Olympischen Spiele im kommenden Jahr kein schlechtes Bild abzugeben.

Schmuddelheftchen sollen aus den Regalen der Supermärkte in Japan verschwinden.
Schmuddelheftchen sollen aus den Regalen der Supermärkte in Japan verschwinden.  © 123RF

Laut der britischen Tageszeitung "The Daily Telegraph" wollen zwei führende Betreiber von "Convenience Stores" auf diese Weise ausländischen Besuchern der Spiele in Tokio einen besseren Eindruck vermitteln. Auch wolle man mit der zu Ende August geplanten Porno-Verbannung mehr Rücksicht auf Frauen und Kinder nehmen.

Zehntausende solcher "Kombini", wie die Supermärkte kurz genannt werden, gibt es in Japan. Ministop, einer der Kombini-Betreiber, ging bereits mit gutem Beispiel voran und hat den Verkauf aufreizender Magazine in seinen rund 2000 Märkten gestoppt. Konkurrent "Family Mart" verkauft immerhin in 2000 seiner rund 16.000 Läden keine Pornos mehr. Das berichtet "SCMP News".

Doch damit nicht genug: Nun wollen auch die Branchen-Schwergewichte Seven-Eleven Japan und Lawson nachziehen und solche Magazine verbannen - auch mit Blick auf die Rugby-Weltmeisterschaft im Herbst, wenn viele ausländische Besucher erwarten werden.


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